Nicht schneller, höher, weiter, sondern schneller, leichter, krasser! Getreu dieses Mottos entstand der TAG Championship von Lanzante. Und zwar nur exakt drei Mal. Wer sich den Porsche Turbo auf Steroiden genauer anschauen will, kann dies vom 11. bis 14. Juli 2024 auf dem Goodwood Festival of Speed tun. Doch was genau macht den Porsche so sehenswert?
Carbon-Karosserie und Formel-1-Motor: Dieser 911 erreicht Spitzenwerte!
Bild: Lanzante
Das Sehen ist vielleicht gar nicht das Highlight, wohl eher das Hören. Und Kenner können sich schon denken warum, denn der Name verrät es bereits. Das "TAG" in der Bezeichnung steht für "Techniques d'Avant Garde". Verbunden wird die Bezeichnung aber weniger mit dem Unternehmen, welches dahintersteckt, sondern viel mehr mit einem der bekanntesten Motoren aus dem Formel-1-Sport.
Anfang der 80er-Jahre debütierte der Motor im McLaren MP4/2C. Daher übrigens auch das Design der drei Porsche 911, sie sollen die damaligen Farben und den Look widerspiegeln. Doch auch die technischen Daten werden – dank einer Überarbeitung aus dem Hause Cosworth – dem Ruf gerecht: 625 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Untern Tisch fallen sollte auch nicht die mögliche Drehzahl: Schließlich ist die Rede von stolzen 10.250 Umdrehungen pro Minute! Und das alles unter Nutzung eines manuellen Sechsganggetriebes.

Der Innenraum wurde komplett entkernt

Und was geht häufig Hand in Hand mit einer Leistungssteigerung? Richtig, eine Gewichtsreduzierung! Und dafür wählte Lanzante drastische Mittel. Nicht nur sind sämtliche Teile, wie Türen, Kotflügel, Motorhaube und Stoßfänger bestehen aus Kohlefaser, auch wurde der Innenraum radikal minimalisiert. Um es kurz zu halten: Bis auf leichte Recaro-Sitze, die nötigen Armaturen und eine Klimatisierung, flog alles raus.
Alles raus, was keine Miete zahlt: Dadurch wurde das Gewicht um fast ein Drittel gesenkt.
Bild: Lanzante
Und das hat ordentlich etwas gebracht, ungefähr 430 Kilogramm leichter ist der 911 nun und wiegt damit nur noch knapp eine Tonne. Bei so viel Leistung auf so wenig Gewicht, braucht es natürlich starke Bremsen. In diesem Fall sind Karbon-Keramik-Bremsen mit Vier-Kolben-Bremssätteln (vorne und hinten) verbaut. Außerdem steht der 930 auf 18-Zöllern aus Magnesium und Karbon, die mit Michelin Pilot Sport 4-Reifen bezogen sind.
Mit die spannendsten Zaheln, hält Lanzante uns bisher allerdings vor. Aktuell gibt es zum einen noch keine Zeiten für die Sprints auf 100, 200 oder 300 km/h und auch ein Preis ist bisher nicht bekannt. Doch, dass wir uns nicht mehr im fünfstelligen Bereich befinden werden, ist klar.