Porsche 911 Turbo S Cabrio/McLaren 12C Spider: Vergleich
Kampf der Super-Cabrios
Mit Leistungen um 600 PS herrscht bei diesen beiden Sportlern unabhängig von der Großwetterlage Fön. Zwei glorreiche Sportwagenhersteller packen ihr Know-how in hochkarätige Cabrios. Wer geht als Sieger hervor?
Frank Wiesmann
Porsche 911 Turbo S Cabrio gegen McLaren 12C Spider: Was für ein Duell! Obwohl beide das Flanieren auf schmucken Einkaufsmeilen und prächtigen Alleen bestens beherrschen, dürsten ihre Triebwerke nach Auslauf. Tausche Boulevard gegen Landebahn. Per Launch-Control machen sich beide bereit. Man könnte es auch Fönfrisur-Modus nennen, im Sinne optimaler Messwerte schließen wir jedoch vorher die Dächer.
Unersättlich: Kurvige Strecken können den Fahrern von Porsche gar nicht lang genug ausfallen.
Bild: Ronald Sassen
Porsche 911 Trubo S Cabrio Bremse lupfen, der per Start-Stopp-Funktion stillgelegte Biturbo-Boxer signalisiert mit kultiviertem Räuspern sofortige Arbeitsbereitschaft. Gewaltige Schubkraft lauert im Heck, lässt sich aber dank feiner Gasannahme auf stadttaugliches Maß zurückschrauben. Gemütliches Cruisen bis 50 km/h ist drin. Das Doppelkupplungsgetriebe surft sanft durch seine Gänge, lässt den Sechszylinder mit kaum mehr als Leerlaufdrehzahl dahinmurmeln. Die Sonne lacht – ihre wärmenden Strahlen wollen wir nicht ungenutzt lassen. Per Tastendruck verschwindet das Verdeck mit Magnesiumrahmen nach 13 Sekunden – auch bei diesem Tempo.
Klappt gut: In 17 Sekunden öffnet oder schließt das Dach des McLaren bei bis zu 30 km/h.
Bild: Ronald Sassen
McLaren 12C Spider Plötzlich ein entferntes Wummern. Wie eine heranpreschende Welle schwillt das Geräusch an, wird immer lauter, fülliger. Dann stoppt es nebendran. Tief, breit, schwarz – der McLaren 12C Spider. Aus den Endrohren schwappt sattes V8-Geblubber. Die Sportauspuffanlage entlockt dem Motor im Stand reichlich Bässe. Brapp, brapp, brapp – der McLaren macht sich mit gut 3000 Touren bereit, gegen seine Konkurrenz aus Zuffenhausen anzutreten. Wie das Duell der beiden ausgeht, erfahren Sie oben in der Bildergalerie!
Fazit
von
Frank Wiesmann
Ein Duell auf Augenhöhe, das der abgeklärtere Porsche vor dem emotionaleren McLaren dank allradbedingtem Alltagsvorteil und deutlich geringerem Preis für sich entscheidet. Geld spielt keine Rolle? Weitergrübeln!