Porsche Carrera GT: Crash
Hier hängen locker 1,7 Millionen Euro am Haken

Bild: Freiwillige Feuerwehr Strobl
Einmal nicht aufgepasst – und schon ist es passiert: In Österreich ist jüngst ein wertvoller Porsche Carrera GT verunglückt. Verletzt wurde niemand, doch die Bergung des Supersportwagens gestaltete sich äußerst schwierig!
Laut eines Berichts des ORF Salzburg verlor der Fahrer aus Singapur auf der 28,5 Kilometer langen Postalmstraße die Kontrolle über seinen 612 PS starken Porsche Carrera GT und rutschte einen Abhang hinunter, ehe der mindestens 1,7 Millionen Euro wertvolle Porsche zwischen mehreren Bäumen stecken blieb.
Zum Unfallhergang gibt es keine offiziellen Informationen, doch es gilt als wahrscheinlich, dass die widrigen Wetterbedingungen eine Rolle gespielt haben. Schließlich gilt 612 PS starke Carrera GT mit Hinterradantrieb als anspruchsvoll zu fahren. An Fahrhilfen sind lediglich ABS und Traktionskontrolle an Bord. Das bedeutet: Der nur 1270 Mal gebaute Porsche verlangt eine fachkundige Hand und einen gefühlvollen Gasfuß – erst recht bei regennasser Fahrbahn. Eine Lektion, die der Fahrer aus Singapur offenbar auf die harte Tour lernen musste.

Die Bergung des Porsche Carrera GT gestaltete sich schwierig und dauerte dreieinhalb Stunden.
Bild: Freiwillige Feuerwehr Strobl
Das Auto ist in Heilbronn zugelassen. Es ist möglich, dass der Wagen im Rahmen einer Ausfahrt mit weiteren Carrera GT, 918 Spyder und GT2 RS unterwegs war, die zur gleichen Zeit in der Region stattfand – bestätigt ist das jedoch nicht.
Die von der Freiwilligen Feuerwehr Strobl veröffentlichten Fotos ließen Schlimmes vermuten – doch Fahrer und Beifahrer blieben glücklicherweise unverletzt. Offenbar schlitterte der Supersportwagen rückwärts den Abhang hinunter und krachte mit dem Heck gegen mehrere Bäume. Die Folge: Die Heckschürze ist demoliert, das hintere Seitenteil abgerissen, und auch der ausfahrbare Spoiler ist beschädigt. Auch ohne Gutachter dürfte klar sein, dass der Schaden in die Hunderttausende geht.
Die Bergung dauerte dreieinhalb Stunden
Die Bergung des Fahrzeugs übernahm eine Spezialfirma. Mehrere Bäume mussten gefällt, Baumwurzeln entfernt werden. Der Einsatz dauerte rund dreieinhalb Stunden.

Das Heck des Carrera GT hat den größten Schaden davongetragen. Das hintere Seitenteil der Fahrerseite ist komplett abgerissen.
Bild: Freiwillige Feuerwehr Strobl
Nur 89 Mal gebaut
Bei dem gecrashten Carrera GT handelt es sich um eines von nur 89 Exemplaren, das in der Farbe "Fayencegelb" – benannt nach einem französischen Dorf – ausgeliefert wurde. Die Sonderlackierung ähnelt "Speedgelb" ist jedoch deutlich seltener.
Da bereits "normale" Carrera GT für 1,5 Millionen Euro aufwärts gehandelt werden, dürfte der Wert dieses Exemplars irgendwo zwischen 1,7 und 2 Millionen Euro liegen. Angesichts dieses Werts lohnt sich eine Reparatur in jedem Fall. Und beim nächsten Mal wird es der Besitzer hoffentlich etwas ruhiger angehen lassen – insbesondere bei Regen.
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