Porsche Mission X: Elektro-Supersportler der Zukunft
Erste Sitzprobe in Porsches Extrem-Studie

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Wenn uns zufällig ein brandneuer Supersportler über den Weg fährt, können wir nicht anders: Da müssen wir rein. So jüngst geschehen im Falle des Porsche Mission X!
Bild: Hersteller
Es ist Donnerstag in Laguna Seca, wir schlendern über Porsches Rennsport Reunion #7. Und plötzlich erspähen wir ein Concept Car, das wir letztens zwar schon mal vorgestellt hatten, aber noch nie live gesehen haben: den Mission X.
Designseitig geht Porsche mit ihm bewusst nicht den aggressiven Weg einiger anderer Supersportler, verzichtet etwa auf wildes Geflügel am Heck. Dabei ist der Mission X wie ein Le-Mans-Prototyp gezeichnet, inklusive auffälligem Diagonal-Türkonzept. Dazu gesellen sich Designzitate aus der reichhaltigen Langstrecken-Historie der Marke.

Ikonisches Design: auffällige Scherentüren mit bis ins Dach reichender Glasfläche.
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Optisch zitiert der Mission X die Langstrecken-Ikonen 906 und 917
Die Front mit ihren vertikalen Scheinwerfern ist vom 906 inspiriert, das hintere Radhaus mit seiner sich horizontal fortsetzenden Oberkante vom 917. Über der eigentlichen Windschutzscheibe befindet sich ein kleines Horizontalfenster – quasi ein Oberlicht. Dies ist eine Reminiszenz an die 24 Stunden von Daytona. Hier wurden gern solch kleine Extra-Fenster im Dach eingebaut, damit die Fahrer in der Steilkurve die Zufahrt zum Infield besser sehen konnten.

Hübsche 20-Zoll-Felgen mit Zentralverschluss und Pilot Sport Cup 2 R.
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Mit nur 1,20 Metern baut der Mission X ohnehin sehr flach, der Radstand von 2,73 Metern entspricht jenem Maß, das schon Carrera GT und 918 Spyder etabliert hatten. Die Zentralverschluss-Felgen sind dreidimensional designt, dahinter versteckt sich eine Keramikbremsanlage, der aufgezogene Pneu hört auf den wohlbekannten Namen Pilot Sport Cup 2 R.
Performance-Ziel: nicht weniger als der Nordschleifen-Rekord
Und ja, die griffigste aktuell verfügbare Michelin-Mischung ist bereits ein Anzeichen dafür, was Porsche mit dem Mission X vorhat, sollte er denn je in Serie gehen: Mit einem angestrebten Leistungsgewicht von einem PS pro Kilogramm und mehr Abtrieb als ein GT3 RS soll er als erste Amtshandlung den Nordschleifen-Rekord einsacken.

Das markante Daytona-Fenster ist eine Reminiszenz an die reichhaltige Langstrecken-Historie der Marke – nur der Redakteur hat wieder nur Blödsinn im Kopf...
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Bis es jedoch so weit ist, stehen wir hier in der Boxenanlage des WeatherTec Raceway Laguna Seca und warten auf unseren Fotografen. Allein in diesen 15 Minuten ist die Resonanz auf den Mission X gewaltig – und zwar nicht nur von Fan-Seite: Hier in Laguna Seca tummelt sich an diesem Wochenende schließlich das "who-is-who" der Porsche-Sammler und -Enthusiasten.
Geht es nach dem Kundenfeedback, muss Porsche den Mission X in Serie bauen
Und als hätten die anwesenden Presse-Kollegen extra für uns einen Statisten angeheuert, spricht uns direkt ein Herr an, ab wann das Auto zu bestellen sei und wo er eine Anzahlung leisten könne. Der Preis sei egal, Hauptsache er bekomme einen. Solche Kunden wünscht man sich doch als Hersteller.

Helle Kontrastpolsterung für den Fahrersitz, noch viel zu enge Sitzschalen mit Sechspunktgurten. Nicht die Sitze sind verstellbar, sondern die Pedalerie.
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Hier sind wir auch schon beim Knackpunkt, denn Porsche ist aktuell noch in der Evaluierungsphase – auch ein Grund, warum die Studie hier ihren großen Auftritt hat. Die Reaktionen potenzieller Kunden sollen getestet werden: Wie viele Autos könnte man verkaufen? Was wären die Leute willig, zu investieren? Welche Leistungswerte würden erwartet?
Das ein oder andere Designdetail wird sich in künftigen Modellen wiederfinden
Nachdem, was wir hier erlebt haben, dürfte das grüne Licht für den Mission X nur Formsache sein – und sollte doch noch was dazwischenkommen, wird man das ein oder andere Design-Detail sicher an anderen Modellen wiederfinden, versichert man uns. Kein Wunder, schließlich gab es sowohl von Carrera GT als auch dem 918 Spyder zuvor Studien, die optisch extrem nah am finalen Produkt waren.

Wie im Videospiel: kein Lenkrad, eher ein Richtungsgeber mit zentralem Infodisplay.
Bild: Hersteller
Und wie sitzt es sich nun im Concept? Passt der langbeinige Zwei-Meter-Redakteur hinein? Sagen wir mal: gerade so. Die Sitzschalen sind extrem eng geschnitten und nicht verstellbar. Nur die Pedalerie lässt sich justieren. Wir lümmeln rennwagenlike sehr liegend, nur so gehen auch die Glaskuppel-Türen zu. Fahren wäre möglich, allerdings: Mit Helm keine Chance. Da muss Porsche bis zum eventuellen Serienstart noch an der Ergonomie tüfteln.
Diese Reise wurde unterstützt von Porsche. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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