Porsche Penske Motorsport will sich beim Saisonfinale der US-Sportwagenmeisterschaft IMSA zum Meister krönen. Die Werksmannschaft liegt vor dem 10-Stunden-Rennen auf der Road Atlanta sowohl in der Team- als auch in der Fahrerwertung vorn, während Porsche die Herstellertabelle anführt.
Beim sogenannten Petit Le Mans gehen wieder zwei Werks-Porsche 963 in der Topklasse GTP an den Start. In der Nummer 6 erhalten der Brite Nick Tandy und Mathieu Jaminet aus Frankreich Verstärkung durch den Franzosen Kévin Estre. Im Schwesterauto unterstützt der Australier Matt Campbell die Stammfahrer Felipe Nasr aus Brasilien und den US-Amerikaner Dane Cameron.
Mit dem Langstreckenklassiker auf dem Michelin Raceway Road Atlanta hat Porsche Penske Motorsport noch eine Rechnung offen. Bereits im Vorjahr reiste das Werksteam als Tabellenführer in der Herstellerwertung zum sogenannten Petit Le Mans im US-Bundesstaat Georgia. Auch in der Fahrermeisterschaft hatten Nick Tandy und Mathieu Jaminet noch Chancen.

Porsche sinnt auf Wiedergutmachung

Der Traum vom ersten Titelgewinn für den Porsche 963 platzte für das britisch-französische Duo jedoch nach 75 Minuten: Tandy wurde unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Mehrere Safety-Car-Phasen in der Schlussphase des Rennens erwischten auch das Schwesterauto auf dem falschen Fuß, das dadurch auf den vierten Rang abrutschte.
Porsche Penske Motorsport will sich beim Saisonfinale der US-Sportwagenmeisterschaft IMSA zum Meister krönen.
Porsche Penske Motorsport will sich beim Saisonfinale der US-Sportwagenmeisterschaft IMSA zum Meister krönen.
Bild: Porsche
"2023 haben wir es beim Petit Le Mans nur knapp verpasst, Titel zu holen. Das wollen wir jetzt, am Ende dieser sehr anspruchsvollen Saison, unbedingt nachholen", erklärt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. "Wir kommen als Tabellenführer in allen drei Wertungen zur Road Atlanta und möchten die Meisterschaften auch gewinnen. Aber das 10-Stunden-Rennen ist lang. Angesichts des extremen Überrundungsverkehrs stehen dem Team und den Fahrern sehr anspruchsvolle Aufgaben bevor."

Die Meisterschaftssituation in der Topklasse

Fest steht: Porsche reist mit guten Titelchancen in allen drei GTP-Wertungen zur Road Atlanta. In der Herstellertabelle liegt der Sportwagenhersteller vor dem Saisonfinale mit 2905 Punkten auf Rang eins vor Cadillac (2781/-124).
Allein für die Teilnahme eines Porsche 963 beim Petit Le Mans erhält die Marke im schlechtesten Fall 286 Zähler, während für den Sieg inklusive Pole-Position 385 Punkte vergeben werden – eine Differenz von 99 Zählern. Mithin genügt also bereits der Start, um diese Meisterschaft nach Stuttgart zu holen.
Ähnliches Bild in den Team- und Fahrerwertungen: Hier führt die Nummer 7 der Stammbesatzung Dane Cameron und Felipe Nasr mit 2650 Zählern vor dem Schwesterauto (2526/-124) von Mathieu Jaminet und Nick Tandy sowie dem Cadillac mit der Nummer 01 (2486/-164). Das Delta zwischen einem Sieg inklusive Qualifying-Bestzeit und der bloßen Teilnahme beträgt bei elf Fahrzeugen 165 Punkte.
Dies bedeutet: Qualifiziert sich der Porsche 963 von Cameron und Nasr auf Rang neun oder besser und rollt über die Startlinie, machen die beiden Werksfahrer-Crews von Porsche Penske Motorsport die Titel unter sich aus.

Das "Petit Le Mans" im Livestream

Außerhalb der USA und Kanadas überträgt imsa.tv das Rennen über die volle Distanz von zehn Stunden live im kostenlosen Stream. Die Internetseite scoring.imsa.com bietet ein übersichtliches Livetiming. Der Start des zehnten Saisonlaufs erfolgt bereits am Samstag, 12. Oktober, um 12:10 Uhr Ortszeit (18:10 Uhr MESZ).