Porsche-Sportchef feiert DTM-Titel
"Wenn mir das einer vor drei Jahren gesagt hätte:"

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Porsche-Sportchef Thomas Laudenbach über den ersten DTM-Titel der Zuffenhäuser
Bild: Porsche
Herr Laudenbach, Thomas Preining und Manthey haben den ersten Titel für Porsche in der DTM geholt. Was bedeutet das für Sie?
Thomas Laudenbach: Der Hersteller-Titel für Porsche ist historisch bedeutend, er ist also sehr wichtig für uns. Wir wollen natürlich auch in den Top-Ligen des Kundensports zeigen, was mit unseren Autos und mit unserer Unterstützung geht. Deshalb sind wir gemeinsam mit dem Team stolz auf diesen Erfolg.
Thomas Laudenbach: Der Hersteller-Titel für Porsche ist historisch bedeutend, er ist also sehr wichtig für uns. Wir wollen natürlich auch in den Top-Ligen des Kundensports zeigen, was mit unseren Autos und mit unserer Unterstützung geht. Deshalb sind wir gemeinsam mit dem Team stolz auf diesen Erfolg.
Wie genau sieht die Unterstützung für Ihre Teams in der DTM eigentlich aus?
Wir haben einen Teile- und Technik-Support, setzen teilweise unsere Fahrer ein und unterstützen beratend mit eigenen Ingenieuren vor Ort. In einem geringen Maße helfen wir auch finanziell.
Wir haben einen Teile- und Technik-Support, setzen teilweise unsere Fahrer ein und unterstützen beratend mit eigenen Ingenieuren vor Ort. In einem geringen Maße helfen wir auch finanziell.
Mit Thomas Preining hat nun ein Porsche-Eigengewächs und Werksfahrer den Titel geholt. Macht das den Erfolg umso schöner?
Natürlich. Die Nachwuchsarbeit, hier besonders unser Porsche-Junior-Programm, ist uns sehr wichtig, und es ist schön zu sehen, dass ein junger Fahrer, der mit uns groß geworden ist und auch in den Porsche-Markenpokalen fuhr, diesen Weg schafft. Talent hatte er schon immer, aber es ist auch schön zu sehen, wie so ein junger Mann reift.
Natürlich. Die Nachwuchsarbeit, hier besonders unser Porsche-Junior-Programm, ist uns sehr wichtig, und es ist schön zu sehen, dass ein junger Fahrer, der mit uns groß geworden ist und auch in den Porsche-Markenpokalen fuhr, diesen Weg schafft. Talent hatte er schon immer, aber es ist auch schön zu sehen, wie so ein junger Mann reift.

Porsche-Sportchef Thomas Laudenbach freut sich über den ersten DTM-Titel der Zuffenhäuser.
Bild: Porsche
Wie denn?
Als Persönlichkeit hat er an Format, als Fahrer an Rennintelligenz gewonnen. Den Titel hat er geholt, weil er konstant gepunktet hat. Die Schnelligkeit hatte er schon immer, aber jetzt weiß er auch, wann er vielleicht mal ein geringeres Risiko eingeht und Punkte mitnimmt. Er ist ein viel kompletterer Rennfahrer geworden. Da hat Timo Bernhard (ehemaliger Le-Mans-Sieger mit Porsche; Anm. d. Red.) als sein letztjähriger Teamchef sicherlich auch einen Anteil dran. Thomas ist jetzt in einer sehr hohen Liga angekommen – und hat gezeigt, dass er auf einem Niveau ist, wo wir noch mehr mit ihm machen können.
Als Persönlichkeit hat er an Format, als Fahrer an Rennintelligenz gewonnen. Den Titel hat er geholt, weil er konstant gepunktet hat. Die Schnelligkeit hatte er schon immer, aber jetzt weiß er auch, wann er vielleicht mal ein geringeres Risiko eingeht und Punkte mitnimmt. Er ist ein viel kompletterer Rennfahrer geworden. Da hat Timo Bernhard (ehemaliger Le-Mans-Sieger mit Porsche; Anm. d. Red.) als sein letztjähriger Teamchef sicherlich auch einen Anteil dran. Thomas ist jetzt in einer sehr hohen Liga angekommen – und hat gezeigt, dass er auf einem Niveau ist, wo wir noch mehr mit ihm machen können.
Wie bewerten Sie grundsätzlich das erste Jahr der DTM unter dem Dach des ADAC?
Man muss dem ADAC ein Kompliment aussprechen. Es war ja nicht einfach, die DTM so kurz vor knapp zu übernehmen. Man kann jede Serie verbessern, und ganz sicher müssen wir weiter daran arbeiten, das große Potenzial der DTM weiter auszuloten. Aber es war schon 2023 eine tolle Veranstaltungsserie mit Potenzial für die Zukunft.
Man muss dem ADAC ein Kompliment aussprechen. Es war ja nicht einfach, die DTM so kurz vor knapp zu übernehmen. Man kann jede Serie verbessern, und ganz sicher müssen wir weiter daran arbeiten, das große Potenzial der DTM weiter auszuloten. Aber es war schon 2023 eine tolle Veranstaltungsserie mit Potenzial für die Zukunft.
Und Porsche gehört mittlerweile zum Establishment …
Genau. Wenn mir das einer vor drei Jahren gesagt hätte, ich hätte ihn ausgelacht. Eigentlich stand die DTM ja immer für Tourenwagen. GT3-Autos sind erst seit 2021 dabei. Die Sache ist langsam gewachsen. Anfangs waren wir zurückhaltend, dann ist Timo Bernhard mit seinem Team 75 eingestiegen. Die Reaktionen der Medien und der großartigen Fans nach dem ersten Sieg am Norisring haben uns überzeugt. Es bleibt zwar eine nationale Meisterschaft, aber eine sehr hochwertige mit internationaler Bedeutung. Und auch wenn wir ein weltweit agierender Autohersteller sind, ist Deutschland natürlich ein Automobilland. Und deshalb macht in diesem Fall das Kundensport-Engagement in einer nationalen Meisterschaft Sinn. Das dann mit einem Titel zu krönen, macht natürlich Spaß.
Genau. Wenn mir das einer vor drei Jahren gesagt hätte, ich hätte ihn ausgelacht. Eigentlich stand die DTM ja immer für Tourenwagen. GT3-Autos sind erst seit 2021 dabei. Die Sache ist langsam gewachsen. Anfangs waren wir zurückhaltend, dann ist Timo Bernhard mit seinem Team 75 eingestiegen. Die Reaktionen der Medien und der großartigen Fans nach dem ersten Sieg am Norisring haben uns überzeugt. Es bleibt zwar eine nationale Meisterschaft, aber eine sehr hochwertige mit internationaler Bedeutung. Und auch wenn wir ein weltweit agierender Autohersteller sind, ist Deutschland natürlich ein Automobilland. Und deshalb macht in diesem Fall das Kundensport-Engagement in einer nationalen Meisterschaft Sinn. Das dann mit einem Titel zu krönen, macht natürlich Spaß.
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