Dramaturgisch gibt sich Infiniti keine Blöße: In appetitlichen Bilderfolgen inszeniert die Nissan-Tochter seit beinahe zwei Jahren ihren von langer Hand vorbereiteten Europa-Auftritt, holt Stück für Stück die Modelle hinterm Vorhang her und garniert den Reigen mit wohlfeilen PR-Sprüchen. Nun lüftet Infiniti ein weiteres Geheimnis und gibt die Preise für fünf Modelle bekannt. Der günstigste Edel-Nissan kostet demnach ab 39.900 Euro, es handelt sich um die Limousinen-Version des G37, der auch als Coupé und Cabrio-Coupé angeboten wird – und dann natürlich etwas mehr kostet. Insgesamt wird die Flotte in 13 Ausstattungsvarianten erhältlich sein. Seit 20 Jahren gibt es die Marke, in Deutschland hat Infiniti bisher allerdings erst eine Niederlassung, und zwar in Hamburg. Sie wird am 3. Oktober 2009 eröffnet.

Exklusivität durch reichhaltige Ausstattung und VIP-Service

Infiniti G37 Cabrio
Weich gebettet: Das G37 Cabriolet ist serienmäßig mit Ledersitzen ausgestattet.
Bild: Werk
Bei allen Wagen bemüht sich Infiniti, die Exklusivität der Marke durch diverse adrette Beigaben zu beweisen. Das betrifft eine üppige Serienausstattung wie zum Beispiel Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein spezieller Kratzschutzlack (ja, auch ein Infiniti-Kunde muss mit Neidern rechnen), Schlüssel mit "Smart-Access"-Funktion und stets eine hochwertige Audio-Ausrüstung an Bord. Dazu wurde ein ViP-Programm für Infiniti-Fahrer geschneidert, dass zum Beispiel bei Inspektionsterminen die kostenlose Abholung des Wagens bis 250 Kilometer Umkreis von der nächsten Werkstatt beinhaltet. Außerdem bietet Infiniti mit der "Touring Assistence" ein europaweites lückenloses Servicenetz an, das neben gleichwertigen Ersatzwagen notfalls auch den Weiterflug in der Business Class garantiert. Nicht zuletzt die Aufmachung der Infiniti-Zentren, die nach Auffassung des Anbieters mehr Boutique-Hotels ähneln als Autohäusern, soll den werten Kunden einhämmern, dass ihnen ein ganz besonderes Fahrzeug zueigen ist.

G37 Cabrio serienmäßig mit Ledersitzen und Rückfahrkamera

Infiniti FX50
Brutaler Brüller: Das Spitzenmodell FX treibt auf Wunsch ein 390 PS starker V8 an.
Das Grundmodell G37 Limousine ist serienmäßig mit 3,7 Liter großem V6-Benziner ausgestattet, der über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Sieben-Gang-Automatik 320 PS auf die Hinterachse überträgt. Optional gibt es auch Allradantrieb, eine aktive Vierradlenkung sowie intelligente Geschwindigkeitskontrolle (das wird bekanntlich nicht mal bei Autofahrern mitgeliefert). Die Ausführung als Coupé hat den gleichen Motor und kostet ab 41.950 Euro. Das Cabrio mit Klappdach aus Blech wird ebenfalls vom V6 mobilisiert, hier sind serienmäßig Ledersitze, eine intelligente Klimaautomatik sowie eine Rückfahrkamera eingebaut. Das Grundmodell kostet ab 50.800 Euro, die Premium-Version ist zusätzlich mit klimatisierten Vordersitzen und einem Bose-Soundsystem bewaffnet, das aus 13 Lautsprechern die Region großzügig beschallen kann. Dafür zahlt man ab 54.480 Euro.

Sport-SUV FX hat wahlweise auch einen V8 mit 390 PS an Bord

Das Kompakt-SUV EX37 erhält ebenfalls den V6 und ist serienmäßig mit Allradantrieb versehen – für das Grundmodell verlangt Infiniti 47.550 Euro. Optional kann eine Kameraüberwachung zum Rangieren bestellt werden, die über vier Kameras das edle Stück in alle Himmelsrichtungen überblickt. Das ist im GT für 49.450 Euro schon dabei, zusätzlich besitzt die Premium-Ausführung Ledersitze, die vorne beheizbar sind, eine Musikdatenbank Marke "Gracenote", iPod-Port und DVD-Spieler sowie ein Festplatten-Navigationssystem mit dem wohlklingenden Namen "Connectiviti". Zu guter Letzt das wuchtige Luxus-SUV FX hat wahlweise den altbekannten V6 mit 3,7 Liter Hubraum oder als FX50 einen fünf Liter großen V8 mit 390 PS verbaut, der mit serienmäßiger Sieben-Gang-Automatik die Straße malträtiert – dafür ist dann auch prompt mehr als doppelt so viel fällig wie für den günstigsten Infiniti, nämlich 71.500 Euro. Das Grundmodell des Luxus-SUV kostet ab 55.600 Euro.

Alle Preise für die Infiniti-Modelle im Überblick