Die Robotaxi-Firma Waymo hat den nächsten Meilenstein erreicht: Ihre Wagen machen jetzt mehr als 100.000 Fahrten mit Passagieren pro Woche. Die Marke von 50.000 hatte die Google-Schwesterfirma erst im Mai 2024 geknackt. Danach wurde der Dienst in San Francisco für alle Interessenten ohne eine Warteliste verfügbar gemacht. Waymo ist auch in Los Angeles und Phoenix aktiv.

Robotaxis werden günstiger

Die Fahrzeuge der Firma sind teuer wegen der verbauten Computer, Kameras und Sensoren – doch Waymo ist dabei, die Kosten zu senken. So braucht die nächste Generation von Fahrzeugen und Software nur noch 13 statt zuvor 29 Kameras. Die Zahl der Laser-Radare, die die Umgebung der Wagen abtasten, sinkt von fünf auf vier. Die nunmehr sechste Generation des Waymo-Systems soll in Elektroautos der Marke Zeekr des chinesischen Konzerns Geely integriert werden.

Neues Robotaxi in Straßentests

Das neue Fahrzeug von Zeekr wird derzeit mit Sicherheitsfahrern am Steuer getestet. Waymo macht bisher keine Angaben dazu, wann es in die kommerzielle Flotte integriert werden soll. Er gehe davon aus, dass die beiden neuesten Generationen des Systems nebeneinander auf der Straße unterwegs sein werden, sagte Waymo-Manager Satish Jeyachandran dem US-Sender CNBC. Aktuell ist Waymo mit umgebauten Fahrzeugen des ebenfalls vollelektrischen Jaguar I-Pace unterwegs.

Kaum Rivalen für Waymo

Waymo hat aktuell so gut wie keine Konkurrenz im Robotaxi-Geschäft. Die General-Motors-Tochter Cruise war zwar auf rasantem Expansionskurs. Sie stoppte jedoch ihre Fahrzeuge für mehrere Monate nach einem Unfall, bei dem eine Fußgängerin in San Francisco mehrere Meter von einem der Autos mitgeschleift wurde. Die Cruise-Autos kehren gerade erst allmählich auf die Straße zurück. Die zu Amazon gehörende Firma Zoox arbeitet noch am Start ihrer fahrerlosen Taxifahrten in Las Vegas.

Tesla will ins Geschäft einsteigen

Tesla will im Oktober ebenfalls den Prototyp eines Robotaxis vorstellen. Es könnte allerdings Jahre dauern, bis das Fahrzeug auf die Straße kommt. Zudem sind viele Expertinnen und Experten skeptisch, da Tesla-Chef Elon Musk bisher auf Laser-Radare verzichten und Autonomie nur mit Kameras erreichen wollte. (Mit Material der dpa)