Probleme bei Porsche
—Ein schmieriges Problem
Im Detail geht es beim Wasserboxer um den getriebeseitigen Radialdichtring (Simmerring) der Kurbelwelle. Wobei auch dessen Nachbarschaft – Gehäusenaht und -schrauben – , Lagerdeckel der Zwischenwelle – bisweilen nicht dichthält. Maßgeblich betroffen: die erste 996-Reihe mit 3,4-Liter-Boxer. Befragte Porsche-Spezialisten beziffern die Quote der triefenden Fahrzeuge auf gut die Hälfte. Aber auch Boxster (986) sowie 996 3.6 (ab Ende 2002) sind unter den Schmierstoffverlierern. Vermutlich sogar deren aktuelle Erben 987 und 997. Zuerst wurden komplette Motoren auf Gewährleistung oder Kulanz getauscht, später – nach mehreren Änderungen der Gehäuse-Gußform – die Simmerringe. Doch manchmal hielt die Trockenlegung nur wenige tausend Kilometer.
Von AUTO BILD mit den Vorwürfen der Kunden konfrontiert, versichert Porsche jetzt, sich kulant zu zeigen. Frühere Fälle, in denen Kunden entsprechende Reparaturen bei Porsche-Zentren selbst zahlen mußten (bis zu 1000 Euro), werden nochmals überprüft. Seit Februar 2005 findet ein völlig neuer Dichtring Verwendung. Mit ihm soll die Dauerbaustelle Wasserboxer endgültig trockengelegt sein – sagt Porsche.


































