Mit Namen ist das so eine Sache. Manche Menschen sind gesegnet, andere hatten bei der Geburt eher Pech. Camelia, Serena, Klementine oder Rosamunde können davon ein Lied singen. Aber auch Autohersteller haben es mit der Benennung ihrer Modelle nicht leicht. Die Liste der Fehlgriffe und Problemfälle (z.B. Mitsubishi i-MiEV, Toyota Platz, Ford Probe) ist lang. Ein gutes Gefühl dürften dagegen die Renault-Verantwortlichen bei ihrem Elektro-Kleinwagen Zoé (aus dem Griechischen = Leben) gehabt haben. Klingt der Name doch nicht nur vital, sondern auch ein bisschen nach Zero Emission. Doch dann gab es jede Menge Ärger.

Cobra, Ente und Co: Autos mit Tiernamen

So klagten zwei französische Elternpaare mit Nachnamen Renault, weil sie um die Persönlichkeitsrechte ihrer Töchter namens Zoé fürchteten. Diese seien künftig einer "permanenten Verspottung" ausgesetzt. Stimmt nicht, sagte nun ein Gericht und wies die Klage ab. Eine "unmittelbare Gefahr für eine gewisse, direkte und persönliche Diskriminierung" sei nicht zu erkennen. Der Anwalt der Eltern kündigte nach dem Urteil Berufung an: "Heutzutage machen Unternehmen Vornamen zu einer Marke, um ihre Produkte aufzuwerten und menschlicher zu machen", kritisierte er. "Und je nachdem wie viel Glück wir haben, werden wir zu einem Blumentopf oder einer Klobürste." Wer Zoé heisse, wolle nicht unbedingt mit Ölwechsel oder einem Airbag in Verbindung gebracht werden.