Die Rallye Dakar war auf Anhieb sein Ding. „Die extrem langen Etappen, die Rennstrategie über drei Wochen. Das passte perfekt zu meinem Fahrstil“, sagt Stéphane Peterhansel (51). Der Franzose war schon Weltmeister auf dem Enduro-Motorrad, als er 1991 zum ersten Mal die Wüstenrallye in der Sahara gewann.
Nach sechs Siegen auf dem Motorrad wechselte er ins Auto. Den Ausschlag gaben schwere Unfälle von Konkurrenten. „Ich selbst hatte bis dahin nicht einen bösen Sturz. Dabei sollte es bleiben.“ Die Kunst, den Sand zu lesen, ist für Motorradfahrer praktisch lebenswichtig und machte ihn auch auf vier Rädern zum Maßstab.
Dakar
Noch als Privatfahrer wurde er Zweiter (2000). „Da war mir klar: Ich brauche ein Werksauto.“
Als Jutta Kleinschmidt von Platzhirsch Mitsubishi zu Neueinsteiger Volkswagen wechselte, sicherte sich Peterhansel das frei gewordene Cockpit. Ein Jahr später  feierte er den ersten Sieg im Auto (2004) und wurde endgültig zur Legende. „Die Dakar ist mein Leben“, sagt Peterhansel. Hier lernte er auch seine Frau kennen, die Ex-BMW-Werksfahrerin Andrea Mayer (48).
2009 zog die Rallye Dakar wegen der Terrorgefahr in Nordafrika nach Südamerika um. „Seitdem hat sie sich zum Sprintrennen gewandelt“, kritisiert Peterhansel. Was ihn nicht daran hinderte, weiter zu siegen. Im Januar 2016 zum insgesamt zwölften Mal, ein einsamer Rekord.
Ein paar Siege kommen vielleicht noch hinzu. „2018 wäre mein 30. Start. Diese Marke will ich noch knacken.“