Ereignisreicher Gaststart: Fabian Vettel, Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian, feierte am Samstag in der Simracing Meisterschaft von Racing Unleashed sein Debüt. In der Challenger League steuerte der 23-Jährige einen der Hightech-Simulatoren über den virtuellen Kurs des Circuit Catalunya in Barcelona.
Racing Unleashed – Beyond the Pinnacle (hier geht’s zur Homepage) – das ist die Rennserie, in der die Fahrer in Hochleistungs-Simulatoren ein virtuelles 2022er Formel-1-Modell über die Rennstrecken jagen. 46-Zoll Bildschirme mit panorama-ähnlichem Blick, Kohlefasercockpits mit integriertem Soundsystem und Original-Formel-1-Lenkrad machen die Rennen in den Racing Lounges an verschiedenen Standorten in Deutschland, der Schweiz oder Spanien zum fast realen Formel-1-Erlebnis.
Fabian Vettel, Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian, feierte am Samstag in der Simracing Meisterschaft von Racing Unleashed sein Debüt.

Im Formel-Cockpit am Züricher Flughafen fing für Vettel zunächst alles optimal an. Der gebürtige Heppenheimer profitierte dabei auch vom Wettkampf-System. In umgedrehter Meisterschaftsreihenfolge findet ein Qualifying-KO-Rennen statt. Als punktloser Gaststarter durfte er von Rang eins starten. Lediglich Michael Frei konnte ihn in dem Sprintlauf schnappen. Startplatz zwei zum Debüt.
Im Hauptrennen zeigte sich jedoch schnell, wie stark die Top-Piloten der Challenger League unterwegs sind. Nach und nach zog die Konkurrenz vorbei, die im Vorfeld deutlich mehr Trainingskilometer abspulte. Vettel: „Die Pace von den Fahrern ist wirklich unglaublich. Ich hatte leider nicht viel Zeit zum Trainieren, aber ich bin wirklich motiviert, an sie ranzukommen. Vielleicht werde ich sie dieses oder nächstes Jahr noch einmal herausfordern.“
Im vorderen Mittelfeld konnte er sich dennoch etablieren, ehe er in Runde fünf von Tiziano Caponio gedreht wurde. Im späteren Rennverlauf folgte noch ein Missgeschick, das ihn endgültig aus dem Punkte- und Preisgeldbereich manövrierte. Am Ende reichte es nur zu Platz 17. „Ich habe einen großen Fehler gemacht. In der Windschattenfahrt habe ich das Heck verloren. All die anderen Fehler wurden von den anderen Fahrern gemacht, die mein Rennen leider beeinträchtigt haben, aber das ist Motorsport.
Immerhin konnte er den anderen Gaststarter James Walker, besser bekannt als „MRJWW“, deutlich hinter sich halten. Der britische Autovlogger wurde 21. Den Rennsieg sicherte sich Siro Zambra vor Michael Frei und Marcos Valverde.
Das Podium komplettiert der Deutsche Angelo Michel.

In der Racer League (Klasse ohne Fahrhilfen) feiert Alejandro Sanchez seinen Heimsieg in Barcelona. Der Spanier konnte den bereits gekrönten 2022er Champion Michal Smidl das ganze Rennen problemlos hinter sich halten.
Das Podium komplettiert der Deutsche Angelo Michel. Der Pilot der Münchner Lounge liegt auf dem dritten Meisterschaftsrang und steuert auf seine beste Saison in seiner mehrjährigen Zeit bei Racing Unleashed zu. Michel: "Ich hatte einen guten Start, konnte mich gut vorarbeiten. Dann habe ich versucht, an Michal dranzubleiben. Aber er war zu schnell. Nach hinten hatte ich zumindest einen guten Vorsprung."
Am 22./23. Oktober startet der nächste Lauf auf der von Racing Unleashed selbst kreierten Strecke auf dem virtuellen Züricher Flughafen. Ihr könnt dabei sein. Kommt in eine der Lounges von Racing Unleashed und qualifiziert euch mit einer schnellen Runde für ein Cockpit in der Challenger League.
Hier könnt Ihr Euch die Rennen auf dem Twitch-Kanal von Racing Unleashed noch einmal anschauen.

Von

Alexander Warneke