Spannung pur auf der virtuellen Strecke von Mugello! Alejandro Sanchez verpasst hauchdünn die vorzeitige Meisterschaftsentscheidung im vorletzten Lauf der Racer League von Racing Unleashed.
Der Spanier setzte sich nach einem harten Zweikampf in der letzten Runde gegen Coque Lopez durch, war damit Dritter und eigentlich schon Meister. Wäre da nicht die Startkollision mit eben jenem Lopez gewesen. Für das Vergehen bekam er nach Rennende eine 10-Sekunden-Strafe, die ihn auf Platz vier zurückwirft. Die Titelentscheidung ist damit vertagt.
Sanchez führt nun mit 23 Punkten vor Michal Smidl, der aus persönlichen Gründen in Mugello nicht ins Cockpit steigen konnte. Das Rennen gewinnt Christoph Holstein vor Dominik Dedic und Lopez.
Rennsieger Christoph Holstein.
„Beim Start musste ich aufpassen, da es vor mir chaotisch war. Der große Vorsprung im Rennen hat mich erst nervös gemacht. Allerdings wusste ich, dass ich ohne Fehler das Ding nach Hause bringen kann“, freut sich Rennsieger Holstein. Der einzige deutsche Starter, Angelo Michel, wurde Achter. 
Auch in der in der Challenger League müssen wir noch auf den 2021er Champion warten. Mit dem Sieg in Mugello ist der Titel für Javier Loro aber so gut wie sicher. Der Spanier konnte das Rennen von der Pole aus dominieren, hatte bereits nach zwei Runden 2,5 Sekunden Vorsprung. Mit 15 Sekunden Rückstand kamen seine Rivalen und Landsmänner David Cid und Marcos Valverde ins Ziel.
In der Tabelle liegt Loro nun mit 24 Punkten vor Cid. Beim Saisonfinale reicht damit ein zehnter Platz für den Titel in der Challenger League. Sollte Cid bei dieser Rechnung den letzten Lauf gewinnen, wären beide Piloten punktgleich, Loro mit mehr Saisonsiegen jedoch Champion.
Loro: „Es ist noch nicht durch. Ich will beim Finale ein ordentliches Rennen fahren, nichts Dummes anstellen und ohne Crash durchkommen.“ Titelrivale Cid weiß, dass die Chancen minimal sind. „Mein Hauptziel ist es Zweiter zu werden. Wenn Javier nicht punktet, ist Platz eins drin. Aber das ist praktisch unmöglich“, ordnet er ein.
Das Finale der Racer und Challenger League findet am 12. Dezember statt. Eine Besonderheit: Die Strecke des letzten Meisterschaftsrennens ist noch geheim. Für die Piloten bedeutet das, dass sie weniger Vorbereitungszeit haben. Spannung ist programmiert!

Von

Alexander Warneke