Er kam, sah und überholte! Michal Smidl gewinnt den dritten Meisterschaftslauf der Racer League in der Racing Unleashed Championship: Beyond the Pinnacle. Für ihn ist es der zweite Sieg im dritten Rennen. Losgefahren von Platz fünf dauerte es nach einem Blitzstart nur zwei Kurven, um die Führung zu übernehmen. Danach konnte den tschechischen Simracing-Star keiner mehr stoppen.
Die Meisterschaft von Racing Unleashed (hier geht’s zur Homepage) – das ist die Rennserie, in der die Piloten in Hochleistungs-Simulatoren ein virtuelles 2022er Formel-1-Modell über die Rennstrecken jagen. 46-Zoll Bildschirme mit panorama-ähnlichem Blick und Kohlefasercockpits mit integriertem Soundsystem machen die Rennen in den Racing Lounges an verschiedenen Standorten in Deutschland, der Schweiz oder Spanien zum fast realen Formel-1-Erlebnis. Insgesamt geht es um ein Preisgeld von rund 200.000 Schweizer Franken.
Dabei fing das Wochenende für den doppelten Racing Unleashed-Champion von 2019 und 2020 schwierig an. Grund: Bei Racing Unleashed wird kein herkömmliches Qualifying gefahren, stattdessen ein Eliminierungsrennen in umgedrehter Reihenfolge der Meisterschaft. Somit musste Smidl von Rang 21 losfahren.
Michal Smidl dominiert die Konkurrenz im Monza-Rennen der Racer League.

Doch dort hat er sich nicht lange aufgehalten. Kollisionen und Überholmanöver spülten ihn schließlich bis auf Platz fünf nach vorne. „Das Format mit dem Knock-Out Qualifying ist nicht mein Favorit, aber es kann mich nichts stoppen“, gibt sich Smidl selbstbewusst.
Im Hauptrennen dauerte es keine drei Kurven, um die Führung zu übernehmen: „Ich bin sehr gut weggekommen und war sehr schnell an der Spitze. Dann wurde ich abgedrängt, konnte die Führung jedoch behaupten. Von da an war es eine schöne entspannte Sonntagsfahrt“, freut sich Smidl, der jetzt mit 29 Punkten vor dem Monza-Zweiten Enrique Maranon die Tabelle anführt. Vojtech Polesny macht das Podium komplett. Die Münchner Lounge feiert mit den Leistungen von Smidl und Polesny das erste Doppelpodium in dieser Saison.

Eine starke Aufholjagd im Eliminierungs-Qualifying hat auch der Meisterschaftsführende der Challenger League (aktivierte Fahrhilfen, Traktionskontrolle und ABS) hingelegt. David Cid arbeitete sich vom letzten auf den dritten Rang vor. Der Sieg im Hauptrennen war für den Spanier ebenfalls nur noch Formsache. Daran konnte auch eine 5-Plätze-Strafe vor dem Lauf nichts ändern.
Nach einem sehr guten Start hat sich der amtierende Vizemeister direkt in die Top 3 vorgearbeitet. Wenige Runden später diktierte Cid bereits die Pace an der Spitze und brachte den Sieg nach Hause. „Es war extrem stressig, aber ich bin glücklich jetzt gewonnen zu haben“, erklärt er nach den zahlreichen Überholmanövern.
Am 21. und 22. Mai geht es mit den Rennen in Mugello in die vierte Challenge 2022.

Deutlich enger war der Kampf um Platz zwei. Letztlich konnte Lorenzo Heyder jedoch Tiziano Caponio hinter sich halten. „Ich bin immer noch fassungslos. Es war ein großartiges Rennen für mich. Tiziano und ich hatten einen harten, aber fairen Zweikampf.“ Für Hayder war es das erste Podium in der Challenger League. Letztlich holte sich Marcos Valverde Platz drei, nachdem Caponio aufgrund einer Strafe auf Rang vier rutschte.
In der Meisterschaft baut Cid seine Führung aus. Nach drei von zehn Läufen führt er mit 28 Punkten Vorsprung auf seinen spanischen Landsmann Valverde.
Wer selbst gerne gegen Cid, Heyder und Co. in der Challenger League kämpfen will, kann sich in einer der Racing Lounges in München, Kemptthal, Zürich, Cham oder Madrid für die nächste Challenge qualifizieren. Dafür muss man sich auf der Website von Racing Unleashed registrieren und zum nächsten Meisterschaftslauf zu den schnellsten Simracern in der jeweiligen Lounge gehören. Am 21. und 22. Mai geht es mit den Rennen in Mugello in die vierte Challenge 2022.

Von

Alexander Warneke