Rallycross in Buxterhude
Ekström geht fremd

Um Rallycross-Weltmeister zu werden, verzichtet Audi-Werkspilot Mattias Ekström sogar auf das DTM-Finale. Wir stellen seinen 560 PS starken S1 vor.
Bild: EKSRX ; Hersteller
- Christian Schön
Buxtehude statt Hockenheim! Audi-Pilot und Ex-DTM-Champion Mattias Ekström (38) wechselt den fahrbaren Untersatz und verzichtet auf das letzte DTM-Rennen. Stattdessen greift der Schwede an diesem Wochenende am Estering nach der WM-Krone im Rallycross. Zwei Läufe vor Schluss führt er dort vor Johann Kristofferson (27, Volkswagen) und Titelverteidiger Petter Solberg (41, Citroën).
Audi S1 EKS RX quattro statt Audi RS5 DTM heißt es nun also für Ekström. Sein selbst entwickelter Rallycrosser startet beim einzigen WM-Lauf in Deutschland in der Klasse der Supercars. Der Zweiliter-Turbomotor ist mit rund 560 PS etwa 80 PS stärker als der V8-Sauger im DTM-Audi. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe auf alle vier Räder verteilt.

Mattias Ekström in seinem Audi S1 EKS RX quattro
Helfer wie Traktionskontrolle und ABS sind verboten. Rempeleien gehören zum guten Ton. „Rallycross ist Kontaktsport. Da darf man nicht zimperlich sein“, grinst der Schwede. Und so bekommt auch in Buxtehude der Fahrer, der im Finale als Erster in die erste Kurve einbiegt, die dazu passende Trophäe – einen Nashornschädel.
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Der Estering liegt 1,5 km südlich von Buxtehude an der B 73. Tageskarten gibt es ab 20 Euro, Wochenendtickets ab 50 Euro (Stehplatz).
Die Regeln: So funktioniert Rallycross
Rallycross-Strecken bestehen aus einem Mix von Asphalt und Schotter. Jeder Fahrer bestreitet zunächst bis zu vier Qualifikationsrennen gegen unterschiedliche Gegner. Die zwölf Punktbesten treten in zwei Halbfinals gegeneinander an. Im Finale starten dann noch sechs Fahrer. Pro Rennen muss eine etwas längere, sogenannte Joker-Runde gefahren werden. Wann, das entscheidet jeder Fahrer für sich selbst.
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