Ekström

Rallycross-WM: Ekström gewinnt

Zuschauermagnet mit viel Lackaustausch

Die Rallycross-WM zog die Fans auch am vergangenen Wochenende wieder an den Estering. ABMS erklärt: Darum ist der Sport so ein Zuschauermagnet.
Eine WM in Buxtehude! Am vergangenen Wochenende gab es wieder Rallyecross-Spektakel am Estering. Mattias Ekström (EKS-Audi S1) war der große Sieger, hat die sieben Rennen dauernde Siegesserie von Volkswagen gebrochen. Nachdem sich der DTM-Star im Qualifying noch knapp Petter Solberg hatte geschlagen geben müssen, feierte er im Halbfinale und Finale zwei souveräne Siege und stand damit zum vierten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Siegerpodium. Die Plätze zwei und drei belegten Timmy Hansen (Peugeot-Hansen) und Ekströms Teamkollege Toomas Heikkinen.

Spektakel pur: Mattias Ekström gewann den Lauf

Ex-Champion Petter Solberg, der trotz eines gebrochenen Schlüsselbeins am Start war, wurde Vierter. Sein VW-Teamkollege Johan Kristofferson kam nach einem Crash nicht ins Finale. Der deutsche Gaststarter Dieter Depping fuhr mit seinem Volkswagen Polo RX Supercar im AUTO BILD MOTORSPORT- und SPORT BILD-Design auf Rang 16 und erzielte damit einen WM-Punkt.
Trotz Regenwetter am Samstag pilgerten die Fans an den Estering. AUTO BILD MOTORSPORT erklärt, was die Fans an dem Sport so fasziniert.

Stars zum Anfassen

In der WRX sind viele klanghafte Namen unterwegs. Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb, Youtube-Star Ken Block und die DTM-Champions Mattias Ekström und Timo Scheider. Für die Fans nehmen sich sogar die Stars der Szene viel Zeit. Fotos und Autogramme sind kein Problem. In Rallycross-Simulatoren können die Fans auch selbst ihr Fahrtalent unter Beweis stellen.

Die Autos

Rad an Rad ist untertrieben: Die WRX lässt's krachen

Zwar sind in der WRX nur sechs verschiedene Teams und vier unterschiedliche Marken am Start, aber die Boliden sind für die Zuschauer spektakulär. Von 0 auf 100 km/h geht’s in nur 1,9 Sekunden, das Knattern und Aufheulen der Motoren und die bunten Designs faszinieren die Fans. Mit den Allradlern driften die Piloten um jede Kurve, Autokontakt gehört auf den engen Pisten zur Tagesordnung. Nur selten bleiben alle Renner heil. Dazu kommt: Die Autos sind zwar Prototypen, basieren aber auf den handelsüblichen PKWs. Das sorgt für eine größere Identifikation der Fans mit dem Material.

Die Strecke

Anders als beim Rundstreckensport sind die WRX-Pisten kleiner und überschaubarer. So können die Zuschauer wie im Fußballstadion das Geschehen auf der gesamten Piste verfolgen. Auf den abwechselnden Untergründen, wie Schlamm, Kies, Asphalt oder Schotter müssen die Piloten im Auto richtig arbeiten. Das begeistert die Zuschauer auf den Rängen.

Das Rennformat

Volle Hütte: Die Zuschauer strömten in Scharen an

Bis zu sechs Autos am Start nebeneinander, ein packendes Beschleunigungsduell inklusive Lackaustausch in der ersten Kurve. So geht es bei der WRX zu. Auf der Piste wird mit ausgefahrenen Ellenbogen gefahren. Zwar geht es im Qualifying um die Zeit, aber auch in diesen Sessions fahren die Piloten schon in 5er Gruppen gegeneinander. Mit der Joker-Runde (ein Extra-Streckenabschnitt, den jeder Pilot in einem Lauf einmal durchfahren haben muss), wird für noch mehr Spannung gesorgt. Da jeder Pilot frei entscheiden kann, wann er seine Joker-Runde fährt, weiß man erst bei der Zieldurchfahrt, wer den Lauf gewinnt.
Das WRX-Finale findet am 10. November in Südafrika statt. Ob der Estering auch 2018 wieder Teil des Kalenders ist, steht noch nicht fest. Ein Aus von Buxtehude wäre ein Verlust für die Region und ganz Deutschland.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: VW / EKS / ABMS

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