(dpa/jkr) Regen und Schnee in den Anden haben die sechste Etappe der 33. Rallye Dakar ins Wasser fallen lassen. Wegen anhaltend schlechten Wetters über der südamerikanischen Gebirgskette sagten die Veranstalter die für diesen Freitag geplante Etappe vom Fiambala in Argentinien ins chilenische Copiapo ab. Seit Tagen hatte es in der Grenzregion geschneit – ungewöhnlich für die Jahreszeit, denn auf der Südhalbkugel ist Sommer. Aufgrund ungünstigen Wettersituation haben die Organisatoren beschlossen, alle Fahrzeuge im Konvoi passieren zu lassen, um die Sicherheit der Teilnehmer und der Rallye-Begleiter zu gewährleisten.

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Etappe wegen Schlechtwetter abgesagt
Chef-Organisator Etienne Lavigne: "Unerwarteter Zwischenfall, der in sportlicher Hinsicht problematisch ist."
"Die chilenischen Behörden waren gezwungen, den auf 4700 Metern gelegenen Grenzübergang am Paso de San Francisco für die Nacht zu schließen", teilten die Veranstalter auf ihrer Internetseite mit. Das Rennen werde dann am Samstag (7. Januar 2012) in Copiapo fortgesetzt. Rallye-Organisator Etienne Lavigne dazu: "Was wir heute erleben, ist ein unerwarteter Zwischenfall, der in sportlicher Hinsicht problematisch ist, die Piloten und Rallye-Teams verärgert. Aber auch dieses Ereignis gehört zum Leben der Dakar. Der Wettbewerb wird manchmal wie auch seine Teilnehmer mit extremen Situationen konfrontiert. Und als Organisatoren müssen wir eine enorme Anpassungsfähigkeit an den Tag legen, um ihnen zu begegnen."

Kamaz-Crew von der Rallye-Leitung disqualifiziert

Unterdessen wurde bekannt, dass die Rallye-Kommissare die Kamaz-Crew mit der Startnummer 500 (Nikolaev/Savostin/Rybakov wegen unsportlichen Verhaltens disqualifiziert hat. Der Vorfall (Rammen eines Pkw-Teilnehmers) soll sich auf der 4. Etappe nach Chilecito zugetragen haben. Das russische Team galt als einer der Favoriten in der Truck-Wertung.