Der 46. Fahrer-Champion ist auch der 47.: Kalle Rovanperä machte seine Titelverteidigung bereits vor zwei Wochen bei der Zentraleuropa-Rallye rund um Passau mit einem zurückhaltenden zweiten Platz klar.
Das 23-jährige Toyota-Ass will natürlich seinen drei Saisonsiegen noch einen weiteren Triumph hinzufügen, zumal die 304 Kilometer lange und sich über 22 Sonderprüfungen führende Rallye östlich der Millionen-Metropole Nagoya nahe der Toyota-Hauptverwaltung und -Produktionsstätten abgehalten wird.
Toyota hat bereits sämtliche Titel 2023 in der Tasche: Neben Rovanperäs zweiter Fahrermeisterschaft in Folge sicherte sich die Truppe um Teamchef Jari-Matti Latvala ebenso den Beifahrer-Titel durch Jonne Haltunnen sowie den Markentitel. Letzteren bereits beim elften Lauf in Chile. Die Crew aus dem Land der aufgehenden Sonne tritt mit vier Werks-Yaris in der Topklasse an; neben dem finnischen Großtalent greifen noch Altmeister Sébastien Ogier, der derzeitige WM-Dritte Elfyn Evans sowie Lokalmatador Takamoto Katsuta ins Lenkrad.
Kalle Rovanperä will seinen drei Saisonsiegen noch einen weiteren Triumph hinzufügen.
Bild: Red Bull Content Pool

„Die Pisten sind sehr fordernd“, betont Champion Rovanperä, „und sie passen auch nicht unbedingt zu meinem Fahrstil wie andere Asphaltrallyes. Im vergangenen Jahr lief es für mich hier nicht so klasse. Deshalb will ich mich unbedingt auf diesem Terrain verbessern. Aber mit allen Titeln in der Tasche haben wir nicht mehr den höchsten Druck.“
Für Dauerverfolger Hyundai geht es in erster Linie darum, mit einer sauberen Performance noch den Vizetitel bei den Fahrern zu sichern: Rallye-Zentraleuropa-Sieger Thierry Neuville strebt mit Vehemenz seinen dritten Saisonsieg an; er liegt nur um sieben Zähler von Evans getrennt auf Tabellenrang drei.
Die Teams hatten nur fünf Tage Zeit, ihre Fahrzeuge nach dem Zentraleuropa-Lauf für die Fahrt in Japan vorzubereiten. Hier erwarten sie glitschiges Geläuf: Das viele Herbstlaub und auch Tannennadeln macht die Drifts auf den Asphaltwegen zur wahren Rutschpartie. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Hyundai-Pilot Esapekka Läppi, „die Situation ist deutlich schwieriger als im vergangenen Jahr.“ Zumal für den ersten Tag am Freitag mit der längsten Etappe über 133 Kilometer Dauerregen angekündigt ist.
Autor: G. Coltello