Die Rallye Schweden hat ein Alleinstellungs-Merkmal: Es ist die einzige Rallye im WM-Kalender, die auf Schnee ausgefahren wird.
Doch der Klimawandel setzt auch der Rallye zu. Die Schneesicherheit ist im skandinavischen Land nicht mehr gegeben. Die Promoter ziehen für 2022 daher um – von Värmland nach Umeå und damit vier Breitengrade weiter in den Norden. Hier soll die Schneesicherheit gewährleistet sein.
Den Fahrern gefallen die Schnee-Rallyes in Schweden. „Es ist einfach ein Alleinstellungsmerkmal und etwas ganz anderes“, beschreibt Sébastien Ogier.

Die Besonderheit der Schnee-Rallye

Klimawandel fordert Umzug der Rallye Schweden
Die Rallye Schweden wird in den hohen Norden umziehen.
Durch spezielle Spike-Reifen können die rund 380 PS starken Rallye-Autos richtig schnell fahren. Die Rallye Schweden war bisher trotz des eisigen und damit vermeintlich rutschigen Untergrunds eine der schnellsten im Kalender. Fahrer nutzen die hohen Schneewände an der Seite zum „Anlehnen“.
Seit 1973 ist die Rallye Schweden bis auf vier Ausnahmen stets im WM-Kalender vertreten gewesen. Jahrelang wurde sie von skandinavischen Fahrern dominiert. Erst der Franzose Sébastien Loeb sorgte 2004 für einen Sieg eines Nicht-Schweden und Nicht-Finne bei der Rallye Schweden.
2021 musste die Rallye aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden. Stattdessen wurde in Finnland die Arktis-Rallye ins Programm genommen. Es siegte der Este Ott Tänak für Hyundai. Tabellenführer ist nach zwei von zwölf geplanten WM-Rallyes der Finne Kalle Rovanperä (Toyota).