Ramsauer spielt Klavier
Minister-CD für den guten Zweck

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Bundesverkehrsminister und Hobby-Pianist Peter Ramsauer hat sich für einen guten Zweck an den Flügel gesetzt und eine Klassik-CD eingespielt. Im Interview erzählt er, wie es dazu kam.
Anders als Kanzler, Kaiser oder Könige dürfen Minister sich nur in ihrem Spezialgebiet zu Wort melden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) also ist seiner Arbeitsplatzbeschreibung nach nur zuständig für alles, was fährt, schwimmt oder fliegt. Ein enges Feld? Mitnichten! Der 57-Jährige hat am Flügel neben anderen Musikern und dem Orchester der Deutschen Oper eine Mozart-CD eingespielt, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Das hat nichts mit Verkehr zu tun? Dann lesen Sie mal den Titel: "Adagio im Auto – stressfrei und sicher fahren". Ein Euro des Verkaufspreises von sechs Euro pro CD kommt der "Kinder-Unfallhilfe" zugute.
Ramsauer im Interview: "Täglich 90 Minuten üben"

Diese CD für den guten Zweck können Sie gewinnen: Wie es geht, lesen Sie weiter unten im letzten Absatz.
Bild: Werk
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Wie kamen Sie zum Klavierspielen? Ich spiele seit meinem neunten Lebensjahr. Wir Kinder mussten ein Instrument erlernen, das gehörte einfach dazu. Bei der Instrumenten-Auswahl hatten wir aber ein gewisses Mitspracherecht. Weil ich lange und kräftige Finger habe, wurde ich Klavierspieler. Die Motivation kam dann recht schnell von allein. Warum sind Sie nicht Pianist geworden? Wer gut sein will, muss permanent üben. Dazu fehlte mir auf Dauer die Zeit. Ich hatte neulich eine Anfrage, vor Publikum Bach zu spielen. Ich habe mir daraufhin zwar gleich ein paar Konzertpartituren angeschaut, aber dann entschieden: Nein, der zeitliche Aufwand wäre leider viel zu hoch. Das könnte sich ändern, wenn Sie irgendwann einmal Polit-Rentner sein werden. Ja, mal sehen, das ist noch lange hin. Mal im Scherz gesagt: Vielleicht verdinge ich mich dann ja als Bar-Pianist (lacht).
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