Range Rover L322: Restomod
Retro-Offroader mit moderner Technik und V8

Das Start-up Velvet Motorworks verwandelt den 2000er Range Rover in einen coolen Retro-Offroader mit moderner Technik und optimiertem V8.
Bild: Velvet Motorworks
Der Range Rover der dritten Generation (L322) debütierte Anfang der 2000er-Jahre (2001) und war seinerzeit der erste Range Rover mit Einzelradaufhängung statt starrer Vorder- und Hinterachse. Später überarbeitet (2006 und 2010) verbindet der L322 kantiges Design mit Offroad-Kompetenz und edlem Interieur. Viele Liebhaber schätzen seine klaren Linien, den großzügigen Innenraum und die – für damalige Verhältnisse – hohe Ausstattung.
Mittlerweile ist die Kiste über 20 Jahre alt, teils technisch überholt, optisch abgegriffen, doch gerade das bietet Spielräume für Revival- und Restomod-Konzepte, wie sie das estnische Start-up Velvet Motorworks jetzt präsentiert.
Velvet Motorworks geht den Weg, das klassische Range-Rover-Design nicht einfach nur zu konservieren, sondern in eine Art "Retro-Neuheit" zu überführen, also Elemente aus der Vergangenheit stärker herauszuarbeiten und zugleich mit moderner Technik zu verbinden.

Die ohnehin schon kantige Front wirkt durch einen neuen Grill, neue Schürzen und angepasste Scheinwerfer noch kantiger und cleaner.
Bild: Velvet Motorworks
Optisch überarbeitet Velvet Motorworks den L322 mit recht dezenten Änderungen: Die äußeren Leuchtgrafiken werden mit runden LED-Elementen versehen, der Kühlergrill erhält vertikale Lamellen, und die Front- und Heckschürzen sind neu gestaltet – sie lehnen sich an typische Offroad-Designs an. Dazu kommen größere Räder und eine erhöhte Bodenfreiheit.

Die Kombi aus größeren Rädern und einer erhöhten Karosserie rundet den Look des Restomod-Renderings ab.
Bild: Velvet Motorworks
Renderings vom Interieur gibt es noch nicht, aber Velvet verspricht eine hochwertige Ausstattung mit edlen Materialien, kombiniert mit moderner Technologie. Dazu gehören etwa Apple CarPlay und ein umfassendes ADAS-Paket (Assistenzsysteme) zur Steigerung von Komfort und Sicherheit.

Am Heck ändert sich am Body des Range Rover nur wenig, aber es wurde deutlich geglättet.
Bild: Velvet Motorworks
Technisch wird nicht nur restauriert, sondern auch optimiert: Ausgangspunkt ist der bekannte 4,2-Liter-V8-Benzinmotor mit Kompressor aus dem Jaguar-/Land-Rover-Umfeld, der in der Serienversion 400 PS und ein maximales Drehmoment von 560 Nm liefert. Velvet Motorworks will die Leistung durch Hard- und Software-Upgrades steigern, um mehr Power und einen besseren Sound zu bieten – unter anderem durch einen aktiven Auspuff mit wählbarer Abgasanlage. Beim Fahrwerk und Chassis sind Verbesserungen geplant, die Komfort und Handling fördern sollen, ohne die Offroad-Tauglichkeit zu zerstören.
Vom Rendering bis zur Serienfertigung
Noch existiert der Velvet-Range-Rover nur am Computer. Die Bilder stammen von Designer Nils Piirma, der schon für Koenigsegg und Genesis gearbeitet hat. Doch es bleibt nicht bei Pixeln, denn bereits 2026 soll der erste Prototyp entstehen. Ende 2026/Anfang 2027 sollen die ersten Kundenautos folgen. Produziert wird in Estland. Preise? Noch geheim, aber günstig wird eine auf Kundenwunsch maßgeschneiderte Kreation sicher nicht.
Fest steht: Wer einen Range Rover will, der gleichzeitig nostalgisch und futuristisch wirkt, sollte Velvet Motorworks im Auge behalten.
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