Eine neue Methode gegen nicht verkehrssichere Lkw sorgt für Ärger. Bei der sogenannten Gewinnabschöpfung kassieren Behörden die Kosten ein, die Speditionen durch überladene Lkw und versäumte Reparaturen gespart haben. "Solche Touren sollen sich nicht lohnen", sagt Wolfgang Klages von der Polizei Braunschweig. Die Hamburger Rechtsanwältin Daniela Mielchen hält die kassierten Beträge für "drastisch überzogen". In der Praxis würden pro Tour rund 120 Euro eingezogen, obwohl nur 20 Euro Gewinn angefallen seien. Viele Verfahren seien schon eingestellt worden.
Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung, sagt: "Die Gewinnabschöpfung ist unverhältnismäßig und müsste eigentlich die Auftraggeber der Touren treffen."