Die Geschmäcker der Camper sind unterschiedlich. Reicht es dem oder der einen, vor dem Wohnmobil im bequemen Sessel auf dem Campingplatz zu sitzen und allenfalls ab und zu zum Strand zu gehen, wollen andere den Urlaub mit möglichst vielen unterschiedlichen Freizeitaktivitäten füllen. An die wenden sich heutzutage Campingfahrzeuge, die den Beinamen Aktiv, Activ oder Active tragen.
Nicht immer wird freilich klar, was genau an einer gehobenen Ausstattung die sportliche Betätigung erleichtert. Beim neuen Runner Active 636 der Pössl-Schwestermarke Clever Vans bezieht sich das "Active" aber nicht auf gehobenen Ausstattungskomfort. Passend zur Markenphilosophie steht hier erhöhte Praxistauglichkeit im Vordergrund. Bezogen auf die "aktive" Zielgruppe heißt das: besonders viel nutzbarer Stauraum für all die Ausrüstungsdinge, die man für einen besonders aktiven Urlaub braucht.
Reisemobil-Neuheit: Clever Vans Runner Active 636
Entsprechend der großen Gesamtlänge geht es in der Sitzgruppe großzügig zu. Der Tisch hat eine ausschwenkbare Erweiterungsplatte.
Bild: Erwin Fleischmann
Erreicht wird das mit einem Hubbett im Heck, das den im Übrigen recht konventionellen Kastenwagen-Grundriss mit Halbdinette hinterm Fahrerhaus und Längsbetten hinten so besonders macht: Statt der fest eingebauten, zu einem breiten Doppelbett erweiterbaren Längsbetten im normalen Runner 636 gibt es ein durchgehendes Hubbett mit fürstlichen 188 cm Breite. Darunter wartet, zum Wohnraum hin mit einer herausnehmbaren Schottwand abgetrennt, eine geradezu gigantische, nämlich 190 cm lange und 124 cm breite Heckgarage auf Ladung. Wenn das Bett ganz abgesenkt wurde, ist sie 77 cm hoch. Beidseitige Stauschränke und offene Fächer bieten Platz für umfangreiches Freizeit-Equipment. Außerdem ist links der Gaskasten (1x5 kg) untergebracht, rechts der 100-Liter-Frischwassertank und der Warmwasserboiler.

Flexibles Hubbett schafft Platz für XXL-Heckgarage

Die seitlichen Schränke sind richtig gut zugänglich, wenn das Bett ganz nach oben gefahren wird. Dann wächst die Heckgarage auf 144 cm Höhe. Man kann also nicht nur hineinkriechen, sondern zumindest gebückt hineingehen. Und beispielsweise einen Motorroller hineinschieben. Der lässt sich mit den hoch belastbaren, weil nicht nur mit der Bodenplatte verschraubten, sondern in der Karosserie verankerten Airlineschienen stabil verzurren.
Ladegut kann auch dann in der Nacht im Auto bleiben, wenn es mehr Höhe als 77 cm hat: Denn das Hubbett ist nicht nur in ganz abgesenkter Stellung benutzbar, sondern in jeder beliebigen. Parken beispielsweise die teuren Mountainbikes im Heck, kann man auch problemlos "auf Halbmast" schlafen, also mit nur bis auf 100 cm abgesenktem Bett – insbesondere für passionierte Freisteher vorteilhaft. Um das Bett ganz nach oben zu fahren, müssen die Seitenteile der Matratze nach innen geklappt und aufs breite Mittelteil gelegt werden. Dazwischen bleibt noch etwas Platz fürs Bettzeug.
Reisemobil-Neuheit: Clever Vans Runner Active 636
Ist das Hubbett ganz nach oben gefahren, wächst die Heckgarage auf 144 cm Innenhöhe.
Bild: Erwin Fleischmann
Wohnraum, Bad und Küche entsprechen dem normalen Runner 636 mit festen Längsbetten. Entsprechend der Gesamtlänge von knapp 6,40 Metern geht es hier recht luftig zu, und es gibt auch reichlich Stauraum: etwa im großen Unterschrank. Der 90-Liter-Kühlschrank ist auf Arbeitsplattenhöhe hochgesetzt und damit gut zugänglich, obwohl er dem Bad gegenüber steht. Der Küchenblock bietet neben der Zweiflammenkocher-Spüle-Kombination wenig Abstellfläche. Allerdings gibt es eine klappbare Arbeitsplattenerweiterung, die auch wirklich brauchbar ist, weil sie Pössl-typisch von stabilen Stahl-Aufstellern gestützt wird und nicht von windigen Plastikwinkelchen.
Das Bad kommt dank wasserfestem Mobiliar und dichter Schiebetür ohne Duschvorhang aus. Ober- und Unterschränke sowie eine offene Ablage sorgen auch hier für genug Stauraum. Die Ausstattung auf den Fotos ist die neue Basis-Wohnwelt "Pure" mit Ahorn-Holzdekor, weißen Oberschrankklappen und schwarz-grauen Polstern mit weißen Kontrastnähten. Tisch und Arbeitsplatten passen mit grauer Betonoptik zum grau gestreiften Fußboden.