Vor zehn Jahren hat es mächtig geknallt bei den Autoherstellern: Der Renault Laguna erreichte als Erster fünf Sterne im NCAP-Crashtest und trat damit eine Welle los. Unfallsicherheit wurde zum wichtigen Kaufargument, fünf NCAP-Sterne zur begehrten Auszeichnung. Was ist aus dem Siegertyp Laguna geworden? Er ist abgestiegen, und zwar im freien Fall. Vom Crashtest-Sieger zum Verlierertyp beim TÜV und zum Pannenkandidaten beim ADAC. Beinahe jeder zehnte Laguna fällt schon beim ersten TÜV-Termin nach drei Jahren durch, nach neun Jahren bereits jeder dritte.Wie eine Dauerkrankheit ziehen sich ausgeschlagene Achs- und Lenkgelenke durch die Mängelprotokolle. Grund: Die Achsgelenke sind schlicht unterdimensioniert und oft schon nach wenigen 10.000 Kilometern verschlissen. Die Diesel machen Freude beim Fahren – wenn sie fahren. Der Turbolader ist nicht haltbar, im AUTO BILD-Dauertest hielt er keine 60.000 Kilometer. Das Verdichterrad zerbröselte und zerstörte dabei auch gleich den Ladeluftkühler. Leider kein Einzelfall, wie etliche Fälle aus dem Kummerkasten von AUTO BILD belegen. Damit nicht genug: Kupplung und Getriebe sind mit dem hohen Drehmoment der Diesel überfordert und versagen frühzeitig. Wie leider oft das ganze Auto. Oben in der Bildergalerie sehen Sie, worauf Sie beim gebrauchten Laguna achten sollten.

Fazit

Ein Sieger bei der Sicherheit, ein Versager beim TÜV. Dazu mäßige Qualität, Elektronikprobleme und Turboladerschäden bei den Dieseln. Einen Laguna II sollte man nur als durchreparierten Benziner mit niedrigem Kilometerstand kaufen. Und nur, wenn er günstig ist.