Rennen meines Lebens: Marc Surer
Ritterschlag von Senna

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Nach einem miesen Start in einem faulen Brabham-Chassis fuhr der Schweizer in Brands Hatch am Besten vorbei. Der Große Preis von Großbritannien 1985 war das Rennen des Lebens für Marc Surer.
Die Kraft der Turbomotoren setzte blitzartig und infernalisch ein. Man musste sich 1985 noch per Blickkontakt zum Drehzahlmesser darauf vorbereiten, sofern man den Zeitpunkt des einsetzenden Schubs nicht im Blut hatte. Dazu fuhr der Brabham-BMW mit Pirelli-Reifen, die die Arbeit am Lenkrad zusätzlich um einen Grad erhöhten. Mitte des Jahres ging Teambesitzer Bernie Ecclestone also zu seinem Fahrer François Hesnault und sagte: "Besser, du steigst aus." Dieser Hesnault hatte zuvor mal einen dritten Platz im Ligier eingefahren. Aber in dem zickigen Brabham drehte er sich sogar auf der Geraden! Ich ersetzte ihn und wunderte mich, dass mein Teamkollege Nelson Piquet viel schneller war. Deswegen konnte ich den Ingenieuren auch nach einigen mäßigen Rennen nicht erzählen, wie mein Auto reagierte. Denn bei Piquet lief es ja. Bis ich bei einem Test sein Auto fahren durfte. Und auf Anhieb genauso schnell war wie er. Grund: Mein Chassis war weich und verbog sich, seines nicht.

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