F1 2019 Das Spiel

Rennspiel Grid im Test

So cool ist das neue Grid-Game

F1-Spieleentwickler Codemasters bringt mit 'Grid' eine breiter aufgestellte Rennsimulation auf den Markt. Wir haben getestet, was das Spiel taugt.
Wer kennt nicht die j√§hrlichen Formel-1-Spiele von Codemasters? Seit 2009 ver√∂ffentlicht der britische Spieleentwickler zu jeder Formel-1-Saison ein neues Spiel. Jetzt hat der Entwickler f√ľr PC, Playstation 4 und Xbox One ein weiteres Rennspiel auf den Markt gebracht: Grid. Wie der Name schon verr√§t, dreht sich in Grid alles um Rennwagen: Formelrenner, Sport- und Tourenwagen, Prototypen bis hin zu StockCar-Boliden.
Besonders beliebt sind Fernando Alonsos Formel-1-Renault von 2006 und der Porsche 911 RSR. F√ľr jede Rennwagenklasse warten diverse Minimeisterschaften, in denen wir uns gegen Computer-gesteuerte Gegner beweisen m√ľssen. Schneiden wir erfolgreich ab, werden weitere Events freigeschaltet. Auf zw√∂lf unterschiedlichen Rennstrecken tragen wir die virtuellen Rad-an-Rad-Duelle aus. Darunter sind auch legend√§re Pisten wie Silverstone, Brands Hatch und Indianapolis.
Zu Beginn des Spiels sind allerdings noch nicht alle Fahrzeuge freigeschaltet. Sie m√ľssen mit Spielgeld gekauft werden. Mit guten Ergebnissen f√ľllen wir das Konto auf. Online k√∂nnen wir auch gegen echte Spieler aus aller Welt antreten. Bei unseren Tests sind wir immer nur auf maximal zwei, drei Gegner pro Meisterschaft getroffen. Das ist viel zu wenig f√ľr echten Spielspa√ü.

Alonsos letzter WM-Renault von 2006 ist ein Highlight

Leider k√∂nnen wir selbst keine √∂ffentlich zug√§nglichen Spiellobbys erstellen. Man kann entweder nur mit seinen Freunden spielen oder einer zuf√§lligen Lobby beitreten. Bei Zweitem haben wir keinen Einfluss auf die Fahrzeugklasse und die Strecken. Und wir haben eben nur wenige Gegner. Besser gef√§llt uns die Grafik, insbesondere die Streckenumgebung. Die Kurse sind sehr detailreich dargestellt. Besonders spa√üig ist es, an den Fans, die sich √ľber die Streckenz√§une lehnen, vorbei zu heizen.
Kommen wir zur Fahrphysik. Wer eine Rennsimulation haben will, ist mit Grid an der vollkommen falschen Adresse. Grip und Fahrverhalten sind nicht auf Realismus ausgelegt. Das Spiel richtet sich schlie√ülich an die breite Masse und nicht nur an die Motorsport-Freaks. Jeder soll direkt Vollgas geben k√∂nnen, ohne st√§ndig das Heck zu verlieren oder im Kiesbett zu stranden. Dementsprechend ist auch das Schadensmodell programmiert worden. Zwar fliegen schnell Motorhaube und Heckfl√ľgel nach Unf√§llen weg, aber Einfluss auf das Fahrverhalten hat das nicht. Erst wenn wir unz√§hlige, starke Einschl√§ge hatten, leidet auch die Fahrzeugperformance.
Fazit: Insgesamt fehlt dem Spiel f√ľr den Preis von 59,99‚ā¨ die Vielfalt. Zudem hat Codemasters an einigen Stellen lieblos gearbeitet. Zw√∂lf Strecken sind zu wenig, auch wenn mehrere Varianten einer Piste zur Auswahl stehen. Im Einzelspielermodus fahren wir immer nur kurze Rennen oder Einzelzeitfahren. Das wird schnell langweilig. Andere Rennmodi wie Elimination (jede Runde scheidet der Letzte im Feld aus, bis nur noch ein Fahrer √ľbrig ist), oder Demolition Derby mit den StockCar-Boliden w√ľrden Abwechslung reinbringen.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: Codemasters

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