Es ist wahrscheinlich die größte Herausforderung in der Fahrschule. Beim Einparken kommen die meisten Prüflinge so richtig ins Schwitzen.
Und obwohl die Kunst des richtigen Abstellens bei den Übungsfahrten zum Führerschein intensiv geprobt wurde, bleibt das Einparken auch im Autofahreralltag die Königsdisziplin.

Vorwärts und rückwärts einparken

Ganz grundsätzlich gilt: Rückwärts Einparken ist die leichteste Übung. Bewahren Sie dabei den Überblick, nehmen Sie sich ausreichend Zeit und lassen sie sich bloß nicht stressen. Jeder Fehler kann sie teuer zu stehen kommen, denn die anderen Verkehrsteilnehmer haben Vorfahrt. Achten Sie also auch auf vorbeifahrende Autos.

Rückwärts seitlich einparken

Hier gilt besonderes Augenmaß. Denn vor dem Parkmanöver müssen Sie die Größe der Lücke einschätzen. Faustregel dabei: Passt das Auto in seiner ganzen Länge daneben, so kann man es in der Regel auch in der Lücke parken.
Opel Meriva
Passt das Auto in seiner ganzen Länge daneben, so kann man es in der Regel auch in der Lücke parken.
Bild: Christian Bittmann

Und so geht’s: Für die perfekte Sicht auf den Bordstein sollte der jeweilige Außenspiegel nach unten gestellt werden. Anschließend fahren Sie parallel mit einem Abstand von ca. 50 Zentimeter neben das vordere Auto. Rückwärtsfahren, bis Ihre Rückbank und das Heck des anderen Autos eine Linie bilden. Dann das Lenkrad ganz einschlagen und langsam einparken. Stopp, wenn Ihr vorderer Blinker und das Heck des Referenzautos eine Linie bilden. Jetzt gegenlenken und langsam in die Lücke einfahren. Wenn nötig vorwärts korrigieren. Fertig!

Rückwärts parallel einparken

Auf großen Parkplätzen vor Supermärkten liegen die Stellplätze meist nebeneinander. Hier ist es also angesagt, rückwärts parallel einzuparken. Und das geht so: Auf der Fahrbahn seitlich so weit neben das Nachbarauto fahren, bis dessen vorderer, zur Lücke zeigender Blinker und Ihr Heck eine Linie bilden. Lenkrad einschlagen und rückwärtsfahren, bis das Auto parallel zu den anderen steht. Dann Lenkrad gerade ziehen und weiter in die Lücke fahren. Vorsicht: Vorbeifahrende Autos haben Vorrang. Und: Beim Aussteigen auf genug Platz für die offene Tür achten. Fertig!

Vorwärts einparken

Vorwärts seitlich einparken macht meist nur Sinn, wenn die Parklücke sehr groß ist. Ist das der Fall, stellt dieses Parkmanöver keine große Herausforderung dar. Anders verhält es sich beim vorwärts parallel Einparken. Dies ist häufig in Tiefgaragen vorgeschrieben, damit die Abgase des Auspuffs die Wand nicht verdrecken.
So geht’s: Einfach so weit wie möglich ausholen, dann das Lenkrad einschlagen und auf den Abstand zu anderen Autos achten.

Rückwärts ausparken

Schwieriger als mit dem vorwärts Einparken verhält es sich beim rückwärts Ausparken. Logisch: Wer vorwärts parallel einparkt, muss rückwärts wieder raus aus der Parklücke. Das Problem: den vorbeifahrenden Verkehr erkennt man meist erst in letzter Sekunde. Und: Lenkt man zu früh ein, kann es eng werden mit dem nebenstehenden Auto. Tipp: Nutzen Sie Seiten- und Rückwärtsspiegel zum Ausparken und Lenken Sie erst dann scharf ein, wenn Sie aus der Lücke raus sind.

Elektronische Helferlein: Parksensoren und Kameras

Moderne Technik nimmt heutzutage immer mehr die Scheu vorm schwierigen Parkmanöver. Doch auch hier gilt es folgenden Hinweis zu beachten: Verlassen Sie sich nie zu Hundertprozent nur auf die Sensoren oder Kameras! Und: Fahren Sie nicht zu schnell, sonst haben die elektronischen Helfer keine Chance mehr, rechtzeitig zu reagieren.