Riesen-Traktor Fendt 1000 Vario (2015)
Ackermonster mit 500 PS

Der Fendt 1000 Vario ist ein Monster-Traktor: Mit bis zu 500 PS und jeder Menge Hightech soll er ab 2015 weltweit übers Acker pflügen.
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- Jonathan Blum

Böser Blick: Nicht nur beim Pkw spielt das "Gesicht" eine immer größere Rolle.
Dicke Dinger ohne Ende: Noch mehr Schwermetall auf autobild.de

Besuch auf Schloss Neuschwanstein: Der dicke Fendt passt gerade so durchs Tor.
In der Kabine herrscht fast schon Luxus

Die Fahrerkabine der Fendt 900 Vario-Serie. Ein Vorgeschmack aufs Topmodell?
Fendt 1000 Vario (2015): Vorstellung

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Fendt bringt sein "German Meisterstück" in Position. Mit der Ankündigung, den neuen Top-Traktor "1000 Vario" auf der Agritechnica 2015 vorzustellen, lassen die Allgäuer zwar noch reichlich Zeit für Vorfreude – das Design ihrer große Baureihe ...
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... zelebrieren sie aber schon ein Jahr zuvor mit Hochglanzfotos. Der Traktor sticht mit seinem bösem Blick aus dem Einheitsbrei heraus: Der 1000er sieht eher nach "Transformer" aus als nach landwirtschaftlichem Nutzgerät. Mit seinem bislang größten Pferd im Stall hat Fendt ...
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... den internationalen Markt im Visier; darunter auch die USA, wo längst andere Ackermonster Great Plains und Co bestellen.Hinterm traditionsbehafteten Dieselross-Logo arbeitet ein Sechszylinder-Diesel von MAN mit maximal 500 PS. Primär ist der Fendt natürlich auf ...
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... Zugkraft ausgelegt. Aus 12,4 Litern Hubraum lässt sich einiges an Drehmoment gewinnen – technische Daten verschweigt der Hersteller bislang aber noch. Der Geschwindigkeit sind bei so einem Monstrum natürlich Grenzen gesetzt. Bis zu ...
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... 60 km/h (abhängig vom Verkaufsland) sind drin. Dank Traktionskontrolle, Einzelradaufhängung, Zweikreisbremse und Bremsassistent ist das moderne Dieselross auch ...

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... für den Straßenverkehr gerüstet. Sobald das Feld erreicht ist, kann der Fahrer sich entspannt zurücklehnen. Sind alle ...

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... Gerätschaften in Position gebracht, können sie angedockt werden, ohne das Führerhaus verlassen zu müssen.

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Dann wird mithilfe der Fendt "Variotronic" satellitengesteuert gepflügt, gedüngt und geerntet. Das sorgt für eine hohe Effizienz bei Ertrag und Verbrauch.

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Überhaupt, die Kabine: So luxuriös sind heute Traktoren, dass sie komplett mit Softtouch-Oberflächen, optionalem Ledersitz, mehreren Getränkehaltern, Soundsystem mit Multimedia-Radio, Klimaanlage mit 16 Luftdüsen und schwenkbarem Lenkrad kommen. Dazu kann der Beifahrersitz umgeklappt als Tisch (mit integriertem Klemmbrett) genutzt werden.
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Die Fahrerkabine des Fendt 939 Vario (hier im Bild) könnte einen Hinweis auf den Innenraum der 1000er-Serie geben. Vom Innenleben des neuen Traktor-Luxusliners werden frühestens im September 2015 die ersten Bilder veröffentlicht.

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Im Fendt 939 Vario ist die Box schräg hinter dem Beifahrersitz noch ein reines Staufach, in der Kabine der 1000er-Serie wird sie zum Kühlfach umfunktioniert. Der Sitz selbst kann umgeklappt und als Schreibtisch (inklusive Klemmbrett) genutzt werden. So kann der moderne Landwirt sein Büro mit Laptop und mobilem Internet auf den Acker verlegen. Steckdosen sind selbstverständlich auch vorhanden.

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Das Lenkrad im Fendt 939 Vario kommt mit modernem Digitaltacho und Funktionsanzeige.

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Hier ist eine HiFi-Anlage und ein Radio von Blaupunkt verbaut, zusätzlich sorgt ein raffiniertes Spiegelsystem zusammen mit der rundum verglasten Kabine für nahezu vollkommene Rundumsicht, ohne den Kopf drehen zu müssen.

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Die Fendt Variotronic ist Informations- und Steuerzentrale für den landwirtschaftlichen Betrieb. Hier können ...

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... Verbrauchswerte, Arbeitsdauer, Fahrweg auf dem Feld (mit Satellitenunterstützung) und vieles mehr eingestellt und überprüft werden.

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Vier verschiedene Motorvarianten stehen zur Wahl. Alle basieren auf einem 12,4-Liter-Sechzylinder von MAN, der auf die bewährte Common-Rail-Dieseleinspritzung setzt. Als 1038 Vario leistet der Motor 380 PS, der ...
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... 1042 Vario hat 420 PS, der 1046 Vario 460 und der 1050 Vario sogar 500 Pferdestärken.
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So hat alles begonnen: Das erste Fendt-Dieselross mit 6 PS von 1928.
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Ab 1937 startete die Dieselrossproduktion des Unternehmens "Xaver Fendt & Co., Maschinen- und Schlepperfabrik" im großen Stil.
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Dieser Fendt Dieselross F 18 mit Mähwerk wurde 1937 verkauft. Während des Krieges kam eine Variante mit Holzgasgenerator (G 25) auf den Markt, da es in Deutschland ab 1942 untersagt war, Diesel in der Landwirtschaft zu verbrauchen.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg durften Traktoren wieder Diesel tanken, 1951 kam dieses Dieselross auf den Markt. Bis 1955 wurden rund 50.000 Dieselrösser verkauft, ab 1959 folgte der Fendt Farmer.
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Heute gehört die Marke Fendt zum US-amerikanischen AGCO-Konzern – laut agrarheute.com der drittgrößte Hersteller von Land- und Erntemaschinen weltweit. Und selbst wenn der Fendt 1000 Vario aus unserer Sicht ein ziemlicher Brummer ist, im Vergleich mit den folgenden Landwirtschaftmaschinen wirkt er fast schon grazil ...
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Der neue Case IH Quadtrac 620 übertrifft alle Acker-Giganten: Das riesige Raupenfahrzeug Case IH Quadtrac 620 ist der neue König seiner Traktor-Klasse. Mit 692 PS und einem maximalen Drehmoment von 2941 Nm ist der Quadtrac sogar stärker als ...
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... das bisherige Flaggschiff der Reihe, den Quadtrac 600 mit 670 PS. Die gewaltige Kraft erzeugt ein 6-Zylinder-Cursor-13-Motor aus dem Hause FPT mit einem Hubraum von 12,9 Litern.
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Aber auch die Tankkapazität von 1900 Litern und das Einsatzgewicht von rund 26 Tonnen des rund 25 Tonnen schweren Kettentraktors sind beeindruckend. Kabinenfederung und ...
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... Sitzbelüftung sorgen für Komfort.
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Sie gestatten: Big Bud 16-V 747. Der größte Schlepper der Welt. Sein Einsatzgewicht kann, mit fast 24 Meter breiten Pflügen behängt, bis zu 50 Tonnen betragen. Allein der Tank fasst 1000 Gallonen (3750 Liter) Schiffsdiesel.
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Der Big Bud musste sein Leben lang hart ackern. Und tut es heute noch. Mitte der Siebziger in Handarbeit für zwei kalifornische Baumwollfarmer gefertigt, befindet sich der Dicke heute im Besitz einer Farm in Montana.
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Obwohl mittlerweile vollrestauriert, schlägt im Monster-Trecker noch das erste Herz: ein 16-Zylinder-Turbodiesel der Firma Detroit Diesel. Maximales Drehmoment: 3200 Newtonmeter, so viel wie zweieinhalb Bugatti Veyron.
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In den USA ist eben doch alles ein kleines bisschen größer: Im Jahr 1842 automatisiert J. I. Case die Dreschmaschine, heute gehört Case zum CNH-Konzern. Im Bild: der Case Steiger 535 mit 433 PS und einer Förderleistung von 208 Liter pro Minute.
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2002 beschließt Caterpillar, keine Raupentrecker mehr zu bauen. Die Rechte am Challenger bekommt AGCO. Links zu sehen: die C-Serie mit gewöhnlichem Radantrieb und Zwillingsbereifung für den Einsatz auf besonders weichem Fundament.
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Der stellt sich jeder Herausforderung: Der Challenger (dt. "Herausforderer") MT800C leistet bis zu 570 PS. Mal ehrlich: Gibt es eine coolere Raupe? Von der Wasserpfeife rauchenden Schmetterlingslarve aus "Alice im Wunderland" mal abgesehen.
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Der 8R ist der größte Standard-Traktor im John Deere-Sortiment. Er ist in jeder Farbe erhältlich, solange es grün ist. Der 8R kommt serienmäßig mit Multimedia-Spielereien und Luftfederung daher. Leistung: bis 380 PS.
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Der US-Hersteller bietet ebenfalls Großtraktoren mit Gummilaufbändern an. Topmodell ist die Serie 9030. Übrigens: John Deere, Erfinder des selbstreinigenden Pflugs, starb bereits 1886. Den ersten Traktor baut die Firma aber erst 1918.
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Die Top-Ausführung der Top-Baureihe: Den John Deere 9630 treibt ein Sechszylinder-Dieselmotor mit 13,5 Litern Hubraum an. Das Konzern-Flaggschiff wiegt 16,7 Tonnen und leistet bis zu 543 PS.
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Der Größte im Claas-Portfolio: Der Xerion 5000 ist ein Großtraktor in Trac-Bauweise (Vollrahmen) und wird von einem Caterpillar-Turbodiesel mit 12,5 Litern Hubraum angetrieber. Er hat zwei lenkbare Achsen.
Bild: Werk

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Claas stellte den Xerion 5000 im Jahr 2009 auf der Agritechnica vor. Im darauffolgenden Jahr kührt ihn die Fachwelt zur "Maschine des Jahres". Kunden können den Xerion auf Wunsch mit einem drehbaren Führerhaus ordern.
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Sparsamer Kraftprotz: Vor einem sieben Meter breiten Grubber kommt der Xerion 5000 auf eine Stundenleistung von vier bis sechs Hektar. Pro bearbeitetem Hektar verbraucht der Riese dabei nur 14 Liter Diesel.
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Großer Trecker von der Donau: Der Deutz-Fahr Agrotron X 720 ist der größte Traktor der Schwaben. Deutz führte die Agrotron-Serie bereits 2007 ein. Der 275 PS starke Agrotron X folgte im Jahr 2007.
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1996 präsentierte Fendt die 900 Vario-Serie und setzt Maßstäbe. Der neue Großtraktor startet zunächst als 926 Vario mit 260 PS. Heute leistet das Topmodell 939 schlappe 390 PS. Der Vario ist der erfolgreichste Großtraktor Europas.
Bild: Sven Krieger

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Bedingt alltagstauglich: Ein Vario 936 kann seine Vorteile in der Hamburger Innenstadt nicht wirklich ausspielen. Hier war der Lenker talantiert und die Parklücke zum Glück groß genug.

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Wer hat den Größten? Ja liebe Country- und Western-Freunde. Natürlich wirkt der 900 Vario hier leicht deplatziert. Diese Bilder entstanden im Rahmen der Aktion "AUTO BILD erfüllt Wünsche".

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So sieht artgerechte Haltung aus: ein zwillingsbereifter 900 Vario im Feld-Einsatz.
Bild: Werk

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Großer Russe: Die roten Kirovets gelten als legendär robust. Seit 1962 verließen 460.000 Großtraktoren der K 700-Serie das Werk in St. Petersburg.
Bild: Werk

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1995 führte Kirovets den 335 PS starken K 744 ein. Spätere Ausbaustufen verfügen über 11,9-Liter Hubraum und 428 PS. Quasi die Putin-Klasse der St. Petersburger. Mit jeder Menge Durchsetzungsvermögen. Serienmäßig.
Bild: Werk

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Trotz modernerem Erscheinungsbild bleiben sich die Russen bis heute treu: Unkaputtbar-Technik und reichlich Leistung.
Bild: Werk

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Kampfstier und Arbeitsochse: Der 5,0-Liter-V10 des Gallardo LP 560-4 Spyder leistet 560 PS und wiegt nur 1550 Kilo. Der R8 steigt mit 269 PS und 10,5 Tonnen Leergewicht in den Ring. Beim Drehmoment sieht der Gallardo alt aus: 1052 im R8 treffen auf 540 Newtonmeter im Gallardo.
Bild: Christian Bittmann

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Großer Wermutstropfen: Während Automobili Lamborghini unter Audi-Regie eigene Autos entwickeln und bauen darf, entspricht der R8 größtenteils dem Deutz-Fahr Agrotron X 720. Ferrucio Lamborghini musste seine Trecker-Sparte schon 1972 an die SAME-Gruppe verkaufen.
Bild: Christian Bittmann

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Mittelmotor und Scherentüren, Design wie ein Tarnkappenbomber? Nein, nein und nein. Aber dennoch folgt dieser Lamborghini einer Tradition, die sich bis ins Jahr 1948 zurückverfolgen lässt. So lange baut Lamborghini nämlich schon Traktoren.
Bild: Christian Bittmann

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Die New Holland T8-Series ist der größte Standard-Trecker der Amerikaner. Der Hersteller spricht ihm eine "überragende Wendigkeit" zu.
Bild: Werk

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19 Tonnen schwer, über 600 PS stark: der New Holland T 9.760. Das Einstiegsmodell leistet immerhin 350 PS.
Bild: Werk

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Richtig monströs wirkt der T9 mit der optionalen Zwillings-Bereifung. New Holland wirbt außerdem mit der geräumigsten Fahrerkabine auf dem Markt.
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Kennt hier niemand: Der argentinische Hersteller Pauny stellt Knicklenker-Traktoren für den südmerikanischen Markt her.
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Eine imposante Erscheinung: der Pauny Evo mit Zwillingsreifen.
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Brummer aus dem Land der 1000 Seen: Die S-Serie ist das Topmodell des Landmaschinenherstellers Valtra aus Finnland.
Bild: Werk

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Der S352 leistet maximal 370 PS und hat ein maximales Drehmoment von 1540 Newtonmetern.
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Der kanadische Hersteller Versatile lässt seine fetten Kreationen in Winnipeg montieren. Zum Beispiel den hier: ein Versatile 305 mit Zwillingsbereifung. Maximales Drehmoment: über 1000 Newtonmeter.
Bild: Werk

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Versatile ist der einzige Traktorenhersteller des Ahorn-Staates. Und das, obwohl hier zehn Millionen Quadratmeter Land bewirtschaftet werden wollen. Im Bild der Versatile 400 mit 400 PS.
Bild: Werk

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Der schleppt was weg: Der Versatile 485 bringt 19 Tonnen auf die Waage und verfügt über einen Radstand von fast vier Metern. Wie immer steht die Modellbezeichnung für die PS-Zahl.
Bild: Werk

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Eigentlich ist der Holmer Terra Variant gar kein Traktor. Aber weil er so groß und mächtig ist, darf der größte Systemschlepper Europas hier im Reigen der dicksten Trecker mit ums Rübenfeld tanzen. Der Terra Variant ...
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... taugt für den Zuckerrüben- oder Getreidetransport, Gülle-, Feststoff- oder Mineraldüngerausbringung, zur Bodenbearbeitung oder zur Aussaat. Er ist also ein wahres Multitalent auf allen Ackern. Vorrausgesetzt, sie sind groß genug.
Bild: Werk

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Den Holmer befeuert ein 612 PS starker Diesel von Mercedes mit 15,9 Litern Hubraum. Bärige 2700 Newtonmeter liegen schon bei lächerlichen 1300 Umdrehungen an! Getreu dem Motto: "Terra Variant, das Kraftwerk".
Bild: Werk

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Zum Schluss zeigen wir noch ein ganz besonderes Schmankerl: den Schlüter Profi-Gigant von Trecker-Freak Ludwig Streitberger. Schlüter baute ab 1949 Traktoren im bayerischen Freising. Schlüter-Traktoren genießen unter Trecker-Fans noch heute Kultstatus.
Bild: Erwin Fleischmann

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"Bin ich so klein oder bist du so groß?" Der Profi-Gigant und sein Vater vor dem Maxlrainer Schloss. Der "Bulldogkini" besitzt 20 Lanz-Traktoren. Sein 650 PS starker Profi-Gigant ist ein Einzelstück.
Bild: Erwin Fleischmann

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Schlüter spezialisierte sich früh auf Großtraktoren. Zwillingsreifen erleichtern es dem Schlüter Profi-Gigant, seine 650 PS auf den Acker zu bringen. Serienmäßig leistete der Profi in den Siebzigern immerhin 500 PS, damals ein Alleinstellungsmerkmal.
Bild: Erwin Fleischmann

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Der Gigant steht auf 42-Zoll-Rädern. Die Front verlängerte Streitberger um 170 Millimeter. Sie läuft nun auch spitzer zu.
Bild: Erwin Fleischmann

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Unter der Haube arbeitet ein 12,5-Liter-Schiffsdiesel von MAN. Nur der Big Bud bietet mehr.
Bild: Erwin Fleischmann

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Braucht der Mensch so etwas? Hätte es nicht auch ein stinknormaler Porsche 911 getan? "Die Erfüllung von Kindheitsträumen, das ist es, worum es eigentlich geht", sagt Ludwig Streitberger.
Bild: Erwin Fleischmann
Unimog UHE 5023 (2014): Fahrbericht

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Der neue Mercedes-Unimog UHE 5023 soll jetzt beweisen, dass der Buchstabe H zwischen der Abkürzung für Unimog und Euro 6 zu Recht für "Hochgeländegängig" steht.
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Also werfen wir den Diesel an, drücken am Lenkstockhebel den ersten von acht Gängen ins automatische Getriebe und sobald sich die Kupplung schließt, setzt sich der Koloss in Bewegung – egal, ob ihm ausgediente Kanalrohre im Weg liegen, ...
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... Schutthügel oder eine Steigung, die vom Lenkrad aus verdächtig an die Eiger Nordwand erinnert. Nicht umsonst sieht man auf dem Weg nach oben nichts als den Himmel und fällt ...
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... beim Abstieg so weit in den Gurt, dass man mühelos den Dreck von der Innenseite der Frontscheibe lecken könnte. Gegen das, was der UHE 5023 hier anstellt, wirkt die rustikale G-Klasse wie ein besseres Spielzeugauto.
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Für solche Übungen muss man nicht ins Gebirge fahren, nicht in die Steppe oder den Dschungel und auch nicht in ein Kriegs- oder Katastrophengebiet. Sondern es reicht ein Ortstermin auf dem Daimler-Testgelände in Ötigheim. Auf halbem Weg ...
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... zwischen dem alten Unimog-Werk in Gaggenau und der neuen Fabrik in Wörth nehmen die Ingenieure das Universal Motorgerät unter Extrembedingungen hart ran. Der Unimog kraxelt hier ungerührt über eine Halde mit Betonbrocken, die groß sind wie Kühlschränke, ...
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... während sich die schraubgefederten Achsen verschränken wie Spinnenbeine. Er pflügt durch einen Wassergraben als wäre es der Oderbruch, bis die Dreckbrühe über die kantige Kurzhaube ...
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... hoch an die Frontscheibe spritzt und die markanten LED-Scheinwerfer den Grottenolmen heimleuchten. Gut, dass man nicht aussteigen muss. Denn ...
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... bei einer Wattiefe von 1,20 Metern stünde einem das Wasser hier bis über den Bauch. Der Unimog klettert die Steilhänge hinauf wie ein Esel auf alten Säumerpfaden – nur dass er dabeiein bisschen mehr schultern kann.
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Und wo man mit einem konventionellen Laster riesige Freiflächen zum Wenden braucht, ist der sechs Meter lange Unimog mit einem Wendekreis von 16,40 Metern fast so handlich wie ein etwas groß geratener Geländewagen.
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Dass sich das Universal Motor Gerät so wacker schlägt, hat gleich mehrere Gründe: Mit einem Tastendruck kann man bei dem Hecktriebler die Vorderachse zuschalten und dann Schritt für Schritt mit zwei Differentialen alle Kraftwege sperren. Die Überhänge ...
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... sind zugunsten größtmöglicher Rampen- und Böschungswinkel (46 Grad vorn, 50 Grad hinten und 36 Grad zwischen den Achsen) möglichst knapp, und mit den Portalachsen hat der Unimog so viel Bodenfreiheit (46 cm), ...
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... dass ihn die Betonbrocken nicht einmal am Bauch pinseln. Selbst im Schlamm, im Sand oder demnächst auch wieder im Schnee beißt sich Daimlers dicker Dreckskerl besser durch als jeder Geländewagen.
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Denn ein Knopfdruck genügt, dann zischt die Luft aus den 495 Millimeter breiten Gummis auf den 24-Zöllern, die Aufstandsfläche der Reifen wird größer und das immerhin 6,6 Tonnen schwere Kraftpaket ...
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... findet mehr Halt, ohne einzusinken. Dann fühlt sich die Lenkung zwar noch teigiger an als sie ohnehin schon ist. Doch sobald man wieder festen Boden unter den Rädern hat, kann man den Luftdruck ja mit einem Fingerzeig wieder anheben.
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In Fahrt bringt ihn dabei ein rustikaler Vierzylinder mit dem internen Code OM934. Der ist zwar so laut und ungehobelt, dass man beim Anlassen kaum sein eigenes Wort versteht und beim Kickdown die ganze Kabine zittert. Aber er ist sauber genug für die Schadstoffnorm Euro 6 und vergleichsweise sparsam. Im harten Geländeeinsatz ...
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... rauschen zwar schon mal 100 Liter Diesel durch die vier Zylinder mit zusammen 5,1 Litern Hubraum. Aber auf Landstraße und Autobahn kann man ihn auch mit deutlich weniger als 20 Litern fahren, schwärmen die Instruktoren. Doch wenn es ernst wird, dann ist der Verbrauch ohnehin Nebensache.
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Viel wichtiger ist da die Leistung, und die gibt's satt: 231 PS und vor allem 900 Nm entwickelt der Motor und lässt sich dabei ganz besonders feinfühlig dirigieren.
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Wo Lastwagen unter 6 km/h in der Regel absterben oder einfach stehen bleiben, ist der Unimog so ausgelegt, dass der mit einem beladenen Esel im Cockpit angezeigte Kriechgang seinen Namen zu Recht trägt und das Stahlgebirge mit gerade mal 2 km/h durchs Gelände schleicht.
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Das ist wichtig, wenn man schweres Terrain unter den Rädern hat und nicht Bockspringen in Bombenkratern machen will. Aber der Unimog kann auch anders. Sobald man den Esel mit einem Knopfdruck in die Pause schickt, den Stiefel schwer aufs Gaspedal stellt und die Automatik mit großem Getöse nach oben durchschaltet, ...
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... stürmt der Schwabe davon wie ein wütender Elefant. Man muss dann zwar gut das Lenkrad festhalten, weil jedes Schlagloch bis ins Steuer durchschlägt. Aber dann fühlt sich der Sprint an, als reite man auf einer Lawine ins Tal. Von 0 auf 80 km/h in nicht viel mehr als 30 Sekunden ...
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... – für die Feuerwehr ist das eine erfreulich kurze "Response"-Zeit. Und dass bei 89 km/h schon wieder Schluss ist, liegt nur am Gesetzgeber. Nicht umsonst gibt’s für Blaulichtflotten eine Art Tuning-Chip, der das Limit aufhebt und den U5023 mit der passenden Bereifung 110 oder 120 Sachen laufen lässt.
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Die meisten der etwa 2000 Unimog im Jahr verkauft Mercedes ohne Offroad-Ausrüstung als so genannte Geräteträger für den kommunalen Dienst, an Bau- und Forstwirtschaft. Doch etwa 20 bis 30 Prozent laufen in Wörth als extreme Kraxler mit dem H im Kürzel vom Band und werden an Einsatzkräfte, Katastrophenschützer und Spezialunternehmen verkauft.
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Die zahlen dafür überraschend niedrige Preise. Denn mit 140.000 bis 155.000 Euro kostet ein geländegängiger Unimog kaum mehr als ein G-Modell im AMG-Trimm, macht aber vor dem Golfclub oder auf dem Campingplatz deutlich mehr her.
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Europas stärkster Allrad-Traktor: Schlüter Profi-Gigant

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