Roboter übernehmen die Kontrolle! – na ja, zumindest fast. In den USA spielte sich kürzlich eine skurrile Situation ab: Der Amerikaner Mike Johns war auf dem Heimweg nach Los Angeles, als er in ein Waymo-Auto stieg, um zu einem nahe gelegenen Flughafen zu fahren. Bei diesen handelt es sich um selbstfahrende Autos, die einen beispielsweise vom Parkhaus zum gewünschten Gate bringen – klingt simpel, doch bei Johns lief die Fahrt alles andere als glatt.
Statt sein Ziel anzusteuern, entwickelte das Robo-Auto ein Eigenleben und drehte endlose Runden im Parkhaus, wie der US-Fernsehsender CBS News berichtet. Zusätzlich konnte Johns das Fahrzeug nicht verlassen – schließlich fuhr es die ganze Zeit und versperrte so die Sicherheitsgurte. Während das Auto in Bewegung blieb, filmte er die bizarre Situation und teilte das Video online. In dem viralen Clip beschreibt er die Spritztour als "Disneyland-Fahrt" und fragt zunehmend verzweifelt: "Es fährt Kreise im Parkhaus. Ich bin angeschnallt und kann nicht aussteigen. Wurde es gehackt? Was passiert hier? (...) Mir wird schwindelig."

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Verständlicherweise griff Mike Johns schnell zum Telefon und kontaktierte den Waymo-Kundenservice. Doch auch der Kundenservice hatte zunächst Schwierigkeiten, das widerspenstige Auto zu stoppen. Nach einigen Minuten gelang es einem Waymo-Mitarbeiter schließlich, die Kontrolle über das Fahrzeug wiederherzustellen – und Johns erreichte gerade noch rechtzeitig den Flughafen, um sein Flugzeug nach LA zu erwischen.

Nimmt die KI Überhand?

Die skurrile Situation war jedoch nicht das Einzige, was den Amerikaner beunruhigte. Im Gespräch mit CBS äußerte er tiefergehende Bedenken über den fehlenden menschlichen Kontakt während des Vorfalls. Er sei sich nicht sicher gewesen, ob er mit einem Menschen oder einer KI gesprochen habe. "Wo bleibt das Einfühlungsvermögen? Wo ist die menschliche Verbindung?", fragte er. Seiner Meinung nach sei es ein weiteres Beispiel für die Tücken der digitalen Welt: "Ein unausgereiftes Produkt und niemand kümmert sich um den Kunden." Johns, der ironischerweise selbst in der Tech-Branche arbeitet, zog jedenfalls klare Konsequenzen: Für ihn ist die Nutzung von KI-Taxis erst einmal tabu.