Clubsport auf höchstem Niveau – damit wirbt die Firma RS-Racingteam. Heißt übersetzt: Rennwagen mit Straßenzulassung. Keine halben Sachen; nicht nur Sportreifen, üppiger Turbo und dicke Rohre am Heck. Das Racingteam geht bei seinen Umbauten vor, als wolle man einen Pistenboliden aufbauen. Nur dass am Ende Kennzeichen mit TÜV-Stempel angeschraubt werden. Erstes Projekt ist eine weiße M3-Limousine. AUTO BILD SPORTSCARS hat die mattgraue CRT-Limo bereits ausgiebig erprobt und kommt zu dem Ergebnis: Eine bessere, schnellere M3-Limousine kann es eigentlich nicht geben. Der harte Vergleich auf dem Track soll es nun klären. Bevor die Motoren die optimale Temperatur für den Sekundenkampf erreicht haben, stellen wir die beiden Kontrahenten näher vor.

Überblick: Alle News und Tests zum BMW M3

RS-Racingteam M3
Das Fahrwerk ist perfekt austariert, die Federwege und Dämpferkennlinien generieren viel mechanischen Grip.
RS-Racingteam M3 Beginnen wir beim Tuner. Seit Jahren bauen die RS-Macher Christian Göbel und Sven Rau Rennwagen und setzen diese erfolgreich im Langstreckenpokal auf der Nordschleife ein. Ihr Können wollen die beiden nun auf Straßenfahrzeuge übertragen, Tuning kommt schließlich aus dem Motorsport. So hat das RS-Racingteam auch beim ersten Kandidaten, dem RS-M3, klassisch angefangen. Zunächst zerlegte man eine M3-Limousine in ihre Einzelteile, danach wurde eine DMSB-zertifizierte, geschweißte Sicherheitszelle von Wiechers eingesetzt. Unterm Blech ist ein Bilstein B16 PSS10 (zehnfach einstellbar) installiert. Die Originalbremsen verfeinert der Tuner mit Ferodo DS Performance-Belägen und Stahlflexleitungen. Dem serienmäßigen 4,0-Liter-V8 wurden Hydro-Motorlager spendiert.
BMW M3 CRT
Der CRT grunzt, schnorchelt, röhrt und brüllt in bester Rennwagenmanier.
BMW M3 CRT Das Kürzel CRT steht für Carbon Racing Technology. Der Name ist Programm. Motorhaube und die vorderen Sitzschalen sind aus einem neuartigen Carbon-Zellstoffwaben-Geflecht hergestellt. Allein die Haube ist bereits rund fünfzig Prozent leichter als das Aluminiumpendant des normalen M3. Dem RS-M3 hat der CRT 30 PS und 40 Newtonmeter voraus. Diese Mehrleistung schöpft er aus einem von 4,0 Liter auf 4,4 Liter vergrößerten V8. Ein starr verschraubter Hinterachsträger sowie ein Gewindefahrwerk sind ebenso Bestandteil des CRT-Konzepts wie die Hochleistungsbremse mit vergrößerten Scheiben in gewichtsoptimierter Compound-Bauweise samt Sechs-Kolben-Festsätteln. Beide M3 versprechen somit reichlich Fahrspaß – was schon die ersten Performance-Prüfungen bestätigen. Wie der Vergleich letztendlich ausgeht, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Fazit

So knapp wie auf dem Hockenheimring geht es auch beim Endergebnis zu. Der M3 CRT holt sich den Sieg mit mehr Power und viel Rennstreckentalent. Der RS-Racingteam 3er ist auf der Rennstrecke eine Wucht, liegt gleichauf mit dem Werksauto. Nur die eingeschränkte Alltagstauglichkeit kostet ihn am Ende den Sieg.