RĂŒckgabe vom Leasing-Auto

Ende voller Schrecken

Geht der Leasingwagen zurĂŒck, ĂŒberraschen oft große Rechnungen fĂŒr die Beseitigung der Gebrauchsspuren.
Ein Auto, eine Rate – davon trĂ€umen Leasingnehmer. Doch nach der RĂŒckgabe kommt es oft anders, nicht selten legt die Bank eine große Abschlussrechnung vor. Meist geht es um SchĂ€den am Auto oder zuviel gefahrene Kilometer.

Klar, dass Blechbeulen den Wert mindern. Der Leasinggeber kalkuliert konsequent auf der Grundlage von Preisen der Markenbetriebe. Um Ärger bzw. Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, ein paar Wochen vor der FahrzeugĂŒbergabe mit dem Auto zum HĂ€ndler zu fahren und gemeinsam die SchĂ€den zu begutachten.
Ein erster Kostenvoranschlag nennt die zu erwartenden Preise, ein freier Karosseriebauer liefert danach sicher gern eine Alternative. Kleine Beulen kann im Übrigen auch der "Dellen-Doktor" preiswert reparieren. In Heft 30/02 bereinigte er fĂŒr 100 Euro einen Schaden, der vom Marken-Meister mit 350 Euro kalkuliert worden war. Weitere Streitpunkte bei der Leasing-RĂŒckgabe sind abgefahrene Reifen und beschĂ€digte Frontscheiben: An modernen Fahrzeugen wird das Glas in die Karosserie geklebt, Tausch kommt teuer. SteinschlĂ€ge können unter UmstĂ€nden repariert werden, der Schaden darf aber nicht Ă€lter als drei Monate sein und vor allem nicht im Sichtfeld des Fahrers liegen.

FĂŒr Reifen gilt: Erst den Preis beim HĂ€ndler erfragen, danach ruhig mal bei einem Discounter reinschauen. Die Differenzen sind oft erheblich. Aber Vorsicht: Hinter dem Niedrigpreis verbirgt sich oft ein Billigprodukt, meist die Zweitmarke eines prominenten Herstellers. Doch solange Profil und Dimension stimmen, spricht nichts gegen das SchnĂ€ppchen. 86 Euro verlangt unser VW-HĂ€ndler fĂŒr den billigsten Markenreifen der Dimension 195/65-15, bei ATU kostet der gĂŒnstigste (Barum-)Gummi 52 Euro. Einen schnellen Überblick bietet auch der Internetdienst www.reifendirekt.de.

Oft unterschĂ€tzt man die Kilometer- Fahrleistung und bekommt am Ende der Leasing-Laufzeit die große Rechnung prĂ€sentiert. Seriöse Leasinggeber rechnen jeden Kilometer genau zu einem im Vertrag festgelegten Preis ab, auf Rundungen sollte sich also kein Leasingnehmer einlassen. Keinesfalls sollten Sie den Tacho manipulieren, denn beim Nachweis eines Missbrauchs durch den Leasinggeber ist der Weg zur Betrugsanklage nicht weit. Besser ehrlich bleiben,sparen und den vorgesehenen Betrag bezahlen.
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