Satellitentelefone
Hallo aus dem Orbit

Gute Nachrichten für kommunikationsfreudige Globetrotter: Die Kosten für das Telefonieren mit Satellitentelefonen sind deutlich gesunken, die Endgeräte leistungsstärker geworden.
- Luitpold Leeb
Trotz des weit fortgeschrittenen Ausbaus des GSM-Netzes ist es nicht möglich, überall auf diesem Planeten mit dem Handy eine Verbindung zu bekommen. Nicht nur in Dschungel oder Taiga bleiben weiße Flecken auf der Landkarte, in denen Handys keinen Empfang haben. Wer dennoch in Kontakt zur Heimat bleiben will, muss sich daher eines Satellitentelefons bedienen. Die standen bisher im Ruf, unerschwinglich teuer zu sein: Kein Wunder, kostete ein rund zwei Kilo schweres Satellitentelefon vor zwölf Jahren noch unglaubliche 7000 DM! Zwischenzeitlich sind die Preise gepurzelt, selbst für ein Motorola-Iridium-Telefon werden nicht mehr als 1700 Euro aufgerufen. Das ist trotzdem nicht ganz billig, sichert aber weltweite Erreichbarkeit. Deutlich günstiger ist die neue Generation der Thuraya-Handys, die bisher aber nur in Europa, Nord- und Mittelafrika und Teilen Asiens funktionierten.
Da jetzt ein dritter Satellit in den Orbit geschickt wurde, erweitert sich die Netzabdeckung auf ganz Südostasien und Australien. Etwas unübersichtlich sind die Kosten für das weltweite Telefonieren. Sie werden in Units pro Minute abgerechnet, von denen 0,95 bis 1,55 pro Minute abgebucht werden, je nachdem, in welches Land man telefoniert. So kostet eine Scratch-Karte mit 39 Units 50 Euro, ein Unit kostet demnach 1,28 Euro, für eine abgehende SMS werden 0,25 Units berechnet.
Komplizierte, aber oft günstigere Tarife als mit dem Handy

Bild: Werk
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