Klong, krach! Wieder ein Schlagloch. Wer durch Deutschland fährt, muss momentan sehr wachsam sein. Die tiefen Minustemperaturen und das anschließende Abtauen im Dezember und Januar haben zahlreiche Straßen in regelrechte Kraterlandschaften verwandelt.
Teilweise sind die Löcher so groß, dass sogar Fahrwerk und Reifen in Mitleidenschaft gezogen werden. Umfahren der Gefahrenstellen ist auf engen Wegen nicht immer möglich und ratsam. Bei Dunkelheit ist man ohnehin chancenlos.
Schon erstaunlich: Menschen bauen mindestens seit der Antike Straßen. Tausende von Jahren für die Weiterentwicklung, und dann reichen zwei deftige Frostwochen – schon fliegt uns der Belag um die Ohren.
Schlagloch
Frostschäden verwandeln Fahrwege in Gefahrenzonen – und das ist nicht zu unterschätzen!
Bild: dpa
Doch es wäre unfair, allein Väterchen Frost für unseren Schweizer Käse verantwortlich zu machen. Bereits vor dem Winter wurde in Hamburg ein Anstieg der Unfälle aufgrund von Straßenschäden festgestellt.
Aber keine Sorge, bald wird alles gut. Zumindest hat uns das Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner Neujahrsansprache versprochen. "Denn wer in diesen Tagen mit der Bahn unterwegs ist oder vor einer maroden Brücke im Stau steht, der merkt: Unser Land wurde zu lange auf Verschleiß gefahren. Deshalb investieren wir jetzt: in ordentliche Straßen und eine bessere Bahn", versprach er.

Auch Schwarzenegger kennt Schlaglöcher

Immerhin sind wir nicht die Einzigen mit kaputten Straßen. Selbst in Los Angeles, in der privilegierten Nachbarschaft von Schauspieler und Politiker Arnold Schwarzenegger, nervte letztes Jahr ein fieses Straßenloch die Bewohner. Nachdem die Stadt angeblich nicht auf die Beschwerden reagierte, griff der "Terminator" persönlich zur Schaufel und sagte zum Schlagloch: "Hasta la vista."
Die Verwaltung meinte im Nachhinein, es sei ein Wartungsgraben gewesen. Mission gescheitert? Ich schätze es, wenn Menschen tatkräftig und entschlossen anpacken, selbst ihren Beitrag leisten, Probleme zu lösen. Ganz pragmatisch.
Angesichts unserer zahlreichen Schlaglöcher setze ich allerdings doch lieber auf die Politik. Das gilt insbesondere im übertragenen Sinne für unsere Mobilität: Wir wurden nicht nur auf Verschleiß gefahren, wir haben einen massiven Wartungsstau!