(dpa) Ein Unbekannter hat in Bielefeld auf den Mannschaftsbus von Hertha BSC geschossen. "Unfassbar! Auf dem Weg zum Pokalspiel wurde unser Mannschaftsbus beschossen. Zum Glück ist keiner verletzt!", teilte der Berliner Fußball-Bundesligist am 9. August 2015 via Twitter mit. Die Hertha-Profis stehen unter Polizeischutz. "Es war ein Schuss, aber wir können nicht sagen, was die Motivation war. Der Busfahrer hat sofort die Polizei gerufen, und jetzt läuft die Fahndung nach dem Täter", sagte Hertha-Manager Michael Preetz dem Onlineportal Sport1.

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Saison 2016/2017: Die Busse der Bundesliga
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Fußball-Bundesliga: Mannschaftsbusse
"Das war ein Anschlag auf Leib und Leben und ist kein Kavaliersdelikt. Das ist schlicht Wahnsinn."Im TV-Sender Sky berichtete Preetz, der Busfahrer habe die Mannschaft am Bielefelder Bahnhof abholen wollen. Dabei sei er von einem Motorradfahrer überholt worden. "Mit einer Drohgebärde, mit der ausgestreckten Faust ist er an ihm vorbeigefahren in den nächsten Kreisverkehr." Dort, so Preetz, habe der Täter gewendet. "Dann ist er auf ihn zugekommen, hat die Pistole gezückt und geschossen."
Die Bielefelder Polizei bestätigte den Zwischenfall. "Es waren keine Spieler im Bus", sagte Sprecher Achim Ridder der Deutschen Presse-Agentur. "Die Polizei nimmt die Sache sehr ernst und ermittelt mit Hochdruck wegen der Straftat "Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr", hieß es in einer Mitteilung. Außerdem gebe es "Schutzmaßnahmen" für die Hertha-Spieler, man stehe in Kontakt zum Verein.Der flüchtige Täter soll eine schwarze Motorrad-Kombi und einen silberfarbenen Helm getragen haben und auf einem schwarzen Motorrad unterwegs gewesen sein. Die Frontscheibe des blauen Hertha-Busses wurde getroffen, durchschossen wurde sie nicht. Die Berliner veröffentlichten auf ihrem Twitter-Account Fotos von der Einschuss-Stelle in Kopfhöhe des Busfahrers. "Zum Glück ist der Schuss nicht durch die Windschutzscheibe durchgebrochen. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon und ist zum Glück unverletzt geblieben", sagte Preetz.Hertha bestritt am 10. August das DFB-Pokalspiel beim Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld – die Berliner revanchierten sich mit einem 2:0 (0:0) bei Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld für das letztjährige Aus an gleicher Stelle. Im Vorjahr waren die Berliner in Bielefeld im Elfmeterschießen in der zweiten Runde ausgeschieden. Hertha-Manager Preetz glaubte nach dem Anschlag nicht, dass der Vorfall Auswirkungen auf das Pokalspiel haben werde. "Die Mannschaft war im Zug und hat unmittelbar von dem Vorfall nichts mitbekommen", sagte er. Der Hertha-Manager forderte: Man solle "nicht die Tat eines Einzelnen auf das gesamte Spiel herunterbrechen".
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