Sie verpulvern jährlich 400 Millionen Euro in der Formel 1. Gebracht hat es Japans Megakonzern Toyota (145 Milliarden Euro Jahresumsatz) nichts – außer einem Verliererimage. Doch die erfolglosen Formel-1-Bosse haben ihren Sündenbock schon gefunden! Sie schieben Ralf Schumacher (31) die Schuld am Dauer-Dilemma in die Schuhe. Der letzte Schumi soll geopfert werden, um der Konzernspitze in Tokio Konsequenz vorzugaukeln. Und um Ralf in ein schlechtes Licht zu rücken, scheint den "Toyoten" (Fahrerlager-Name für die Toyota-Mitarbeiter) jedes Mittel recht.

Letzter Tiefpunkt: Von Toyota-Seite wurden miese Gerüchte gestreut, wonach Ralf für eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages 30 Millionen Dollar jährlich fordern soll. Sein Manager Hans Mahr zu BILD: "Das müssen Geistesgestörte sein, die so was erfinden!"

Wenig Diplomatie bei Verhandlungen?

Schieben statt Fahren: Toyota hat in Schumi II den Sündenbock gefunden.
Die Fachzeitschrift "Motorsport aktuell" griff das Gerücht gestern auf: "Nur wenige [...] glauben noch, dass Schumi II auch 2008 in Toyota-Diensten stehen wird. Schon gar nicht für 30 Millionen Dollar Jahresgehalt, welche sein Manager Hans Mahr angeblich fordert." Mahr zeige bei den Toyota-Verhandlungen zudem "wenig Diplomatie". Mahr empört: "Unsinn! In den Gesprächen mit Toyota wurde über Summen noch gar nicht gesprochen. Weder über A noch über B."

Schumi II bald bei Toyota?

Gestern legte Manager Willi Weber seinem Ex-Klienten Ralf in BILD einen Wechsel nahe: "Ralf muss aufpassen, dass Toyota seinen Namen nicht ruiniert. Ein Neubeginn setzt neue Kräfte frei." Hans Mahr, der oft mit Weber spricht, sieht es genauso: "Die Idee eines anderen Teams ist uns auch schon gekommen." Toyotas Hauptrivale Honda sowie Red Bull sind Kandidaten.