Es ist kaum mehr als ein Atemzug: Mit nur 1,513 Sekunden hat sich der Schweizer Rennwagen "Grimsel" den Beschleunigungweltrekord für Elektroautos zurückgeholt. Er sprintete am 22. Juni 2016 auf einem Flugplatz nahe Zürich auf Tempo 100 – und brauchte dabei weniger als 30 Meter Strecke. Zum Vergleich: Ein aktueller Formel-1-Rennwagen benötigt etwa 2,5 Sekunden von 0 auf 100, ähnlich geht es dem Bugatti Veyron Super Sport. Dank extremer Leichtbauweise und dem Einsatz von Kohlefaser-Werkstoffen wiegt Grimsel nur 168 Kilogramm. Entwickelt wurde der Leichtbau-Renner innerhalb eines Jahres vom Formula Student Team des Akademischen Motorsportvereins Zürich (AMZ), bestehend aus Studenten der dortigen Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) und der Hochschule Luzern. Bereits 2014 durfte sich Grimsel nach einem Sprint in 1,785 Sekunden Elektro-Weltrekordler nennen, ehe ein Team aus Stuttgart im vergangenen Jahr mit 1,779 Sekunden konterte.
Grimsel
Der harte Kern des Formula Student Teams des Akademischen  Motorsportvereins Zürich war auf der Strecke dabei.
Bild: Werk

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Vier Radnabenmotoren und Tranktionskontrolle

Grimsel
Ort des Geschehens war der Militärflugplatz Dübendorf bei Zürich.
Bild: Werk
Der Schweizer Elektrorenner verfügt über vier selbst entwickelte Radnabenmotoren, die per Allradantrieb 200 PS Leistung und 1700 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße bringen. Eine ausgeklügelte Traktionskontrolle regelt die Leistungsabgabe an jedes Rad individuell und hilft so bei der Beschleunigung. Grimsel wurde entwickelt für die Formula Student, den weltweit größten Wettbewerb für Ingenieurstudierende. In ihm treten rund 450 Teams verschiedener Universitäten mit ihren selbst konstruierten Boliden in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Mit drei Gesamtsiegen und einem Punkteschnitt von 920 von möglichen 1000 Punkten ist Grimsel das erfolgreichste Fahrzeug in der Geschichte des AMZ. Auch dank Grimsel verteidigte das Team aus Zürich den ersten Rang in der Formula-Student-Weltrangliste.
Hier sehen Sie die Elektro-Beschleunigungsrekorde 2016 und 2014 im Video:

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