Serie: Das Rennen meines Lebens
Mit Schuhband-Gaszug

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Heiße Safari 1997: Deutschlands Rallye-Ass Armin Schwarz berichtet, wie er in Kenia mit einem Schnürsenkel als Gaszug einen Top-Platz erkämpfte.
Keiner im Ford-Team rechnete sich für die Safari-Rallye 1997 Siegchancen aus. Wohl zu Recht. Andere Teams testeten vorab ausgiebig in Kenia. Wir reisten spät an und übten ein bisschen. Unsere Stoßdämpfer hielten da schon den afrikanischen Horrorpisten nicht stand. Ford fuhr Sparkurs, stellte nur meinem Teamkollegen Carlos Sainz ein taufrisches Einsatzauto hin. Ich bekam ein Testauto. Auf mich setzte als Kenia-Debütant niemand. Aber das stachelte mich an. Ich ließ vier Ersatzdämpfer im Cockpit befestigen, wählte Reifen mit Mousse (Schaumstoff gegen Plattfüße; d. Red.). Ein Pokerspiel. Alle anderen Teams glaubten, dass Mousse-Reifen die Mörderhitze und das Höllentempo nicht aushalten würden.
Ein Schuhband für die Fahrt ums Überleben

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