Achtung, Fotomontage: Auch in Zukunft wird bei Shell Benzin oder Diesel aus dem Zapfhahn gluckern, und nicht etwa Bares, wie auf dem Bild oben illustriert. Das Foto soll vielmehr symbolisch den neuen Service des Tankstellenbetreibers darstellen: Per EC-Karte und Geheimnummer kann man ab sofort an deutschen Shell-Tankstellen direkt an der Kasse Geld vom Bankkonto abheben, bis Mitte 2010 sollen alle 1300 Shell-Stationen angeschlossen sein. Vorläufig können ausschließlich Postbank-Kunden mit Giro- und Sparcard die Dienstleistung nutzen, da es sich bisher um ein Projekt der beiden Unternehmen sowie dem Technologiepartner Wincor-Nixdorf handelt. Doch wenn alles wie gewünscht funktioniert, sollen noch dieses Jahr weitere Banken hinzukommen.

Ab sofort keine Kasse mehr an der Shell-Tanke

Geld zapfen bei Shell
Bild: Shell
Das Verfahren funktioniert genauso wie am Geldautomat. Statt des großen Terminals erhalten die Tankstellen ein Modul, in dem das Bargeld gezählt, auf Echtheit geprüft und aufbewahrt wird. Auch die bisher üblichen Bezahlvorgänge laufen dann nur noch über diesen Automaten, der Wechselgeld eigenständig herausgibt. Der Tankstellen-Angestellt hinterm Tresen ist also ab diesem Moment kein Kassierer mehr und "kann sich ganz auf den Kunden konzentrieren", heißt es fröhlich bei Shell. Hier versteckt sich im übrigen auch die eigentliche Innovation: Die Kohle liegt ab sofort nicht mehr in der Kasse, sondern bleibt gut verschlossen im Zahlautomat. Für das Stationspersonal ein immenses Sicherheits-Plus, denn auch mit vorgehaltener Waffe können Räuber die Herausgabe des Geldes nicht erzwingen; die Maschine bleibt stur und kann von den Mitarbeitern nicht geöffnet werden. "Das neue System bietet ein Höchstmaß an Schutz für unsere Pächter und deren Mitarbeiter", sagt denn auch Michael Dopheide, Chef des Tankstellengeschäfts von Shell.