Shell Eco Challenge 2008
So kann jeder sparen

Runter mit dem Verbrauch. Das ist das große Ziel der Shell Eco Challenge. 300 Teilnehmer sind bundesweit dabei. Wir waren beim Trainingscamp in Lüneburg: So werden Sie zum Sparfuchs.
- Stephanie Kriebel
Neun Uhr, Samstagmorgen, Sonnenschein. In einem nüchternen Seminarraum sitzen 36 Menschen in einem Stuhlkreis zusammen. Ein kleiner, bunter Ball fliegt hin und her. Wer ihn fängt, muss sich kurz vorstellen und sagen, warum er hier ist. Das hat nicht nur etwas von einer Selbsthilfegruppe, es ist eine. "Mein Name ist Thomas Grube. Ich bin 38 Jahre alt, Bankkaufmann und komme aus Hamburg. Diesel ist einfach zu teuer geworden, deshalb möchte ich lernen, möglichst spritsparend zu fahren." Dann wirft Thomas den Ball weiter. Seine 35 Leidensgenossen haben denselben Plan. Deshalb sind sie hier im Rahmen der Shell Eco Challenge im Fahrsicherheitszentrum Lüneburg zusammen gekommen. Rund 300 Teilnehmer hat die Shell Eco Challenge bundesweit. Seit vier Wochen dokumentieren die Umweltengel in spe bereits penibel ihren Spritverbrauch. Ohne explizite Vorkenntnisse zum Thema Spritsparen zu besitzen. Das soll sich heute ändern. Die Kandidaten werden grüppchenweise auf die Autos verteilt. Diverse Audi A4 1.8T, BMW 318i, BMW 320i Cabrio und ein Mercedes A 170 stehen bereit. Thomas Grube (38), Cristof Matthießen (26), Sebastian Heuser (31) und Christian Rainer (39) haben sich über AUTO BILD für die Eco Challenge beworben. Sie bilden Team 1 und 2.
Lektion eins: entspannt über Land fahren
Der erste Teil der Aktion Sparfuchs verläuft ganz harmlos: Es gilt, jeweils eine Runde über Landstraße und durch Ortschaften zu fahren, um den durchschnittlichen Benzinverbrauch vor der Schulung zu ermitteln. Also ab in die Autos. Thomas schwingt sich hinters Steuer eines 3er BMW Touring. Neben ihm sitzt Trainer Lutz Nitsche mit einem Klemmbrett auf dem Schoß. Thomas Fahrweise soll genau dokumentiert werden. Kollege Cristof guckt sich das Ganze vorerst von der Rückbank aus an. "Also alles so machen wie immer?", versichert sich Thomas noch einmal. "Exakt.", bestätigt Nitsche. Und so rollt der BMW vom Hof. Locker-entspannt cruist Thomas durch die Lüneburger Landschaft, knistert gedankenverloren mit Tempo 70 durch ein kleines Dörfchen, hält einen lockeren Plausch. Alles wie immer. Bis auf eine Ausnahme: "Den BMW hier muss ich schon anders fahren als meinen Golf GTI TDI. Die Pedale sitzen irgendwie so eng beisammen. Bei meinen breiten Füßen fühlt sich das an wie in einem Automatik-Wagen." Ergebnis der ersten Runde: ein Durchschnittsverbrauch von 7,9 Litern. Cristof bringt es im Anschluss auf 8,4 Liter. Team 2 gibt sich sparsamer: Christian kommt auf 7,1 Liter, Sebastian auf 7,3 Liter.
Lektion zwei: Tipps, Tricks und Kniffe

"Ihr könnt doch in Wettstreit mit anderen treten. Wer fährt eine Strecke mit weniger Sprit.", schlägt Trainer Nitsche als Alternative vor. Ja, das wäre doch vielleicht etwas. "Wichtig ist auch, dass ihr früh hochschaltet. Egal, was ihr für ein Auto fahrt: Spätestens bei 2000 Umdrehungen muss der nächste Gang rein", erklärt Heidenreich weiter. "Und bei langen Standzeit: klar, Motor aus." Und dann ist da natürlich noch das berühmte vorrausschauende, gleichmäßige Fahren. "Dabei spart ihr euch ständiges Bremsen und Beschleunigen". Merke: Eine aggressive Fahrweise kann den Spritkonsum des Autos um satte 30 Prozent erhöhen. Das ist wirklich eine Hausmarke. Auch im Kraftstoff liegt Sparpotenzial: Shell Super 95 und Shell Diesel sollen den Durst der Autos etwas bremsen.
Lektion drei: Jetzt geht es um die Wurst


Service-Links