Shell Eco-Marathon 2009
Aufs letzte Tröpfchen

Der 25. Shell Eco-Marathon hat erfolgreich begonnen: Über dem Eurospeedway Lausitz lacht die Sonne – perfekt für Solarmobile. Bereits am ersten Tag gab's zwei neue Spritspar-Rekorde!
"Die Startposition ist ungünstig – können wir weiter nach rechts?" Denn rechts ist die Sonne, der linke Bereich des Startfelds liegt bereits im Schatten. Schlecht für ein Solarmobil; und so hat die Startleitung ein Einsehen und lässt die vierrädrige Tischtennisplatte, die mit jeder Menge Siliziumzellen gepflastert ist, einen halben Meter gen Norden rücken. Auf dem Eurospeedway Lausitz gelten dieser Tage besondere Regeln: Zum ersten Mal überhaupt findet der Shell Eco-Marathon hier statt. Nachdem der Spritspar-Wettbewerb für Hochschulen 24 Mal im südfranzösischen Nogaro die tüftelnde Jugend Europas zusammenrief, hielten die Veranstalter einen Neuanfang für angebracht. Viele Gründe sprachen dafür: "Der Lautsitzring liegt viel zentraler, die Anreise ist viel leichter, und die Unterkunftsmöglichkeiten für Gäste liegen näher", fasst eine Shell-Mitarbeiterin zusammen.
Die Rennwagen sind drastisch tiefergelegt

Bild: Roland Wildberg
Neuer Rekord bei Verbrennungsmotoren

Bild: Roland Wildberg
Nicht alle schaffen's auf die Piste
Davon können die zehn Studenten vom Team der Mohammadia Engineering School in Rabat nur träumen: Ihr sichtlich handgemachtes Gefährt lässt sich gar nicht erst anwerfen. Die Marokkaner haben schon 2008 von einem Start bei der Eco-Challenge geträumt, doch das Geld reichte nicht. Nun sind sie immerhin bis zur Startbox gekommen. In dem Stromlinien-Korbus versteckt sich ein niedlicher Dieselmotor mit 320 Kubikzentimeter Hubraum. "Der stammt von einer Wasserpumpe", erklärt einer der Studenten. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Pumpen-Renner in Gang zu setzen, ziehen sie sich entmutigt in ihr Zelt im Fahrerlager zurück. "Morgen versuchen wir es noch einmal", sagt Teamleiter Mohammed Lafrem. Prinzip Hoffnung – dabeisein ist schon viel. So geht es auch anderen aus dem bunt gemischten Starterfeld: Teams aus China, Iran, Pakistan sind am Start, dazu die altbekannten Favoriten aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Doch der Zulauf aus Asien ist so groß, dass dort 2010 eine eigene Eco-Challenge ins Leben gerufen wird – Nummer drei nach USA und Europa. Bis zu der Ausrichtung einer WM kann es also nicht mehr lange dauern.
1200 Ausgaben AUTO BILD! Holen Sie sich das Jubiläumsheft (Ausgabe 19/2009, vom 8. bis 14. Mai am Kiosk), und gewinnen Sie einen von 1200 tollen Preisen!
Service-Links
