Skoda Karoq/Yeti im TÜV-Check (2026)
An diesen Stelle sollten Sie genauer hinschauen

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Kein Glanz und Glamour, einfach zwei praktische Typen mit vielen Talenten. Auch beim TÜV überzeugen Skoda Karoq und Skoda Yeti lange mit guten Noten. Doch im Alter lohnt vor allem ein genauerer Blick auf den Yeti. Wo Sie nach Schwachstellen suchen sollten, erklären wir hier.
Bild: Christoph Boerries / Olaf Itrich / AUTO BILD / mit KI überarbeitet
Skoda Karoq
- Bauzeit: 2017 bis 2025
- Motoren: 110 PS (1.0 TSI) bis 190 PS (2.0 TSI/2.0 TDI)
- Preis: ab 12.500 Euro
Das ist er: Ein Hochsitz im Format zwischen Golf und Tiguan, mit 4,38 Meter Länge kompakt genug für die Stadt. Der Karoq ist eine halbe Nummer größer als sein Vorgänger, bewahrt dabei dessen praktische Vielseitigkeit dank verschieb- und ausbaubarer Rückbank (Option). Mit bis zu 1810 Liter Kofferraum taugt er sogar als Umzugshelfer. Diesel und der Benziner mit zwei Liter Hubraum, Allrad und 190 PS dürfen 2,1 Tonnen ziehen.

Der Kofferraum des Karoq schluckt bis zu 1810 Liter Gepäck.
Bild: Sven Krieger / AutoBild
Die runde Sicherheitsausstattung erhielt fünf Euro-NCAP-Sterne. 2018 folgte der etwas höhergelegte Karoq Scout mit derbem Dekor, aber ohne Offroad-Können. Mitte 2022 bekamen alle ein dezentes Facelift.
Das kann er: Verblüffen mit vielen Talenten: als Familienauto, Spar-SUV oder Reisegefährte. Dabei gefallen feste Sitze, ordentliche Dämmung und solide Verarbeitung. Das straffe Fahrwerk betont eher den Fahrspaß als den Komfort, Antriebe gibt's in drei Stufen (jeweils als Benziner und Diesel): 110/115 PS fürs Sparen, 150 PS zum Vergnügen, 190 PS sind Luxus.
Das macht Ärger: Das Infotainmentsystem bekam Updates, das DSG verschleißt schnell bei lascher Wartung. Zehn Rückrufe meldet das KBA, darunter fehlerhafte Fondkopfstützen, Risse an der Fahrersitzbefestigung, sich lösende Bremspedalplatten und Airbags.
Skoda Yeti
- Bauzeit: 2009 bis 2017
- Motoren: 105 PS (1.2 TSI) bis 170 PS (2.0 TDI)
- Preis: ab 3000 Euro
Das ist er: Ein Mix aus Van und SUV, der dank geradlinigem Design zeitlos-markant erscheint, zugleich mit dem größten Raumangebot der Kompaktklasse glänzte. Die hochvariable Rücksitzanlage erlaubt zahllose Stellungen zwischen viel Beinfreiheit und bis zu 1580 Liter Laderaum – Platz wie ein Kombi auf der Länge eines Golf.

Der Yeti bietet das größte Raumangebot seiner Klasse.
Bild: Sven Krieger
Das kann er: So ziemlich alles, von Kinderkutsche bis Seniorenglück. Der 150-PS-Diesel mit Allrad zieht 2,1 Tonnen, erhöhte Bodenfreiheit erlaubt leichtes Gelände. In der City reichen Frontantrieb und Benziner mit 105 bis 125 PS. Die Federung arbeitet straff, kurze Stöße mag sie nicht. 2013 kam ein Facelift mit neuer Front, 2015 straffte Skoda die Motorenpalette für Euro 6.
Das macht Ärger: Schwache Steuerketten der TSI-Benziner sollten beim Kaltstart das Schnattern nach zwei Sekunden einstellen, sonst Finger weg! Der 1.8 TSI kann Öl saufen (AUTO BILD deckte auf), die Skandal-Diesel bis 2015 müssen ein Update vorweisen. DSG-Getriebe ruckeln nach viel Stadtverkehr, Zündspulen fallen aus. Rückrufe betrafen Airbags, Gurtstraffer und Kraftstoffzufuhr beim Diesel.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Lenkung und Achsaufhängung gehören bei beiden Skoda-Modellen grundsätzlich zu den Stärken. Der Karoq fällt allerdings schon bei der zweiten Hauptuntersuchung (vier bis fünf Jahre) etwas häufiger mit Mängeln an Achsaufhängungen sowie Federn und Dämpfern auf als der Durchschnitt seiner Klasse. Überraschend: Bei sechs bis sieben Jahre alten Fahrzeugen sinken die Mängelquoten wieder auf ein unterdurchschnittliches Niveau. Der ältere Yeti zeigt sich dagegen als Langläufer. Selbst im Alter von acht bis 13 Jahren liegen Achsaufhängungen sowie Federn und Dämpfer konstant unter dem Klassendurchschnitt und zählen nicht zu seinen typischen Schwachstellen.

Die TÜV-Farbskala zeigt den Karoq überwiegend im grünen Bereich. Nur Achsaufhängungen, Federn/Dämpfer und Bremsbauteile fallen zeitweise etwas häufiger auf.
Bild: Tobias Kempe / AUTO BILD
Licht
Der Karoq überzeugt bei der Beleuchtung über alle Altersklassen. Beim Yeti fällt vor allem das Abblendlicht zwischen acht und elf Jahren überdurchschnittlich häufig auf. Andere Lichtmängel bewegen sich dagegen meist im Klassendurchschnitt oder sogar darunter.
Skoda Karoq/Yeti: Mängeleinteilung in Prozent*
Alter | Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher |
|---|---|---|---|---|
2-3 Jahre (Karoq) | 92,1 (Ø 89,4) | 2,9 (Ø 4,0) | 5,0 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre (Karoq) | 90,5 (Ø 84,7) | 2,9 (Ø 5,3) | 6,5 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
6-7 Jahre (Karoq) | 88,4 (Ø 78,8) | 3,8 (Ø 7,6) | 7,8 (Ø 13,6) | 0,0 (Ø 0,0) |
8-9 Jahre (Yeti) | 72,8 (Ø 71,7) | 9,3 (Ø 10,0) | 17,8 (Ø 18,3) | 0,0 (Ø 0,0) |
10-11 Jahre (Yeti) | 64,9 (Ø 64,7) | 12,5 (Ø 12,4) | 22,6 (Ø 22,9) | 0,0 (Ø 0,0) |
12-13 Jahre (Yeti) | 57,0 (Ø 56,0) | 17,5 (Ø 15,5) | 25,5 (Ø 28,4) | 0,0 (Ø 0,1) |
Bremsen
Der Karoq liefert bei der Bremsanlage eine nahezu makellose Vorstellung ab. Funktionsmängel treten praktisch nicht auf, und auch die Bremsscheiben fallen nur selten auf. Beim Yeti zeigt sich dagegen eine altersbedingte Schwäche: Bereits im Alter von acht bis neun Jahren werden Bremsbauteile – vor allem verschlissene Bremsscheiben – häufiger beanstandet als im Durchschnitt. Zwischen zehn und 13 Jahren steigt die Mängelquote weiter an und bleibt dauerhaft über dem Klassenschnitt. Positiv bleibt jedoch, dass die eigentliche Bremswirkung sowie Leitungen und Schläuche auch beim Yeti überwiegend überzeugen.

Beim Yeti zeichnen sich im Alter ein paar Schwachstellen ab. Vor allem die Bremsbauteile und Ölverlust sollten Gebrauchtkäufer im Blick haben.
Bild: Toni Bader
Umwelt
Bei der Abgasanlage überzeugen beide Modelle mit hoher Dauerhaltbarkeit. Unterschiede zeigen sich dagegen beim Ölverlust: Beim Karoq spielt austretendes Motor- oder Getriebeöl bis ins Alter von sieben Jahren praktisch keine Rolle. Der Yeti entwickelt hier dagegen eine klare Altersschwäche. Schon bei acht bis neun Jahre alten Fahrzeugen wird Ölverlust deutlich häufiger festgestellt als im Durchschnitt. Zwischen zehn und elf Jahren nimmt die Quote spürbar zu, und bei zwölf bis 13 Jahren gehört Ölverlust zu den auffälligsten Mängeln des Modells. Die Abgasuntersuchung bestehen dagegen sowohl Karoq als auch Yeti in aller Regel ohne Probleme.
Fazit
Die cleveren Kompakt-SUV gefallen mit langlebiger Qualität. Beim Karoq beweisen das mindestens 88 Prozent mängelfreie Exemplare, trotz teilweise hoher Laufleistungen. Auch der Yeti hält sich wacker, obwohl mit den Jahren Schwächen wie Ölverlust und Achsprobleme zunehmen. Die Zahl der Yeti mit erheblichen Mängeln liegt durchweg unterm Schnitt. Grundsätzlich sind beide zuverlässige Alltagskumpel.
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