Fahrbericht Skoda Superb Facelift

Fahrbericht Skoda Superb Facelift

Skoda Superb Combi 2.0 TDI (2020): Test

Superb-Facelift mit neuem Diesel

Skoda schickt den Superb zur Modellpflege. Mit neuem Motor und cleveren Assistenten wird der Abstand zum VW Passat noch kleiner. Fahrbericht.
Skoda gönnt dem Superb ein kleines Modellpflegeprogramm und rückt ihn damit noch ein Stückchen näher an VWs Dienstwagenfahrer-Liebling Passat heran. AUTO BILD hat den frischgemachten großen Tschechen als Combi, für den sich bisher satte 92 Prozent der Käufer in Deutschland entscheiden, mit dem neuen 2.0 TDI getestet.

Das Facelift des Superb ist sehr dezent geraten

Skoda Superb (2020): Facelift - Test - Preise - Infos

Erste Fahrt im frischen Superb

Die optischen Retuschen am Lademeister fallen überschaubar aus. Der Kühlergrill ist jetzt etwas größer und schließt direkt an die Scheinwerfer an, die serienmäßig mit LED-Licht leuchten und optional auf die Matrix-Variante aufgerüstet werden können. Auch am Heck folgt Skoda dem aktuellen Trend und verbindet die Voll-LED-Rücklichter mit einer Chromleiste. Der Kofferraum lässt mit einem Volumen von 660 bis 1950 Litern bei umgelegten Rückbanklehnen wenig Wünsche offen, zumal der Ladeboden auch eben ist. Im Superb Combi ist nach wie vor Platz im Übermaß vorhanden. Vorne überrascht die hohe, fast SUV-ähnliche Sitzposition, aber man hat auch als großgewachsener Zeitgenosse genug Kopffreiheit und genießt den guten Überblick. Der 9,2 Zoll große Touchscreen und das digitale Cockpit sind absolut auf der Höhe der Zeit, das Interieur überzeugt mit solider Verarbeitung und unterschäumten Flächen. Smartphones können über Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden werden.

Der neue Zweiliter-Diesel ist sauber und kraftvoll

Starker TDI: Der Zweiliter-Diesel hat mit dem immerhin 1,6 Tonnen schweren Superb leichtes Spiel.

Eine Premiere feiert der weiterentwickelte VW-Diesel der Evo-Generation im Superb. Der Zweilitermotor schafft die Euro 6d-TEMP-Abgasnorm, leistet 150 PS (110 kW) und erreicht bereits bei 1700/min sein maximales Drehmoment von 350 Nm. In 9,2 Sekunden schiebt der Selbstzünder den Kombi auf Landstraßentempo und stoppt erst bei 212 km/h den Vortrieb. Durch Verbesserungen in der Abgasführung, am Turbo, im Thermomanagement und an der Einspritzanlage soll der Superb jetzt rund 0,4 Liter pro 100 Kilometer weniger verbrauchen. Der Motor agiert im Zusammenspiel mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unauffällig und hat mit dem 1597 Kilogramm schweren Fahrzeug keine großen Probleme. Vor allem auf der Langstrecke passt die Kombination perfekt, zumal auch die Geräuschentwicklung im Innenraum sehr dezent ist.
Die Assistenzsysteme tragen ihren Teil dazu bei: Der neue adaptive Tempomat hält bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h den Abstand zum Vordermann. Gemeinsam mit dem Spurhalteassistent und der Verkehrszeichenerkennung lässt es sich so entspannt vorankommen. Wie ausgereift die Technik ist, zeigt sich im schnelleren Kolonnenverkehr auf der Autobahn: Der Skoda Superb Combi fährt geschmeidig mit und passt seine Geschwindigkeit angenehm sanft an.

Auf der Langstrecke ist der Superb super

Gut ausgerüstet: Moderne Assistenzsysteme machen den Superb Combi zum entspannten Kilometerfresser.

Der Toter-Winkel-Warner überwacht jetzt Fahrzeuge in 70 Metern Entfernung, und der Notbremsassistent verzögert bei einer drohenden Kollision. Ein echtes Highlight ist der Emergency Assist, der ab Mitte 2020 erhältlich sein wird: Tritt ein Notfall ein und der Fahrer ist nicht mehr in der Lage das Auto zu beherrschen, steuert er das Fahrzeug automatisch kontrolliert und unter Berücksichtigung des Verkehrs auf den anderen Fahrspuren an den Fahrbahnrand und hält es dort an. Auch beim Komfort gibt der Tscheche eine gute Figur ab. Die Unterschiede der einzelnen Fahrprogramme sind deutlich spürbar. Zwar straffen sich die adaptiven Dämpfer im Sport-Modus etwas, die Gasannahme wird direkter und die Schaltpunkte werden deutlich später gesetzt – aber selbst dann lässt es sich im Superb entspannt Vorankommen.
Aber das ist auch nicht ganz billig: Mit einem Preis von mindestens 34.000 Euro ist der Skoda Superb 2.0 TDI inklusive Siebengang-DSG kein echtes Schnäppchen mehr.

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Autor: Wolfgang Gomoll

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