Smart fortwo: TÜV-Report 2026
Smart fortwo beim TÜV: Totgesagte leben länger

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Bevor die Stadtauto-Ikone Smart fortwo 2026 in nächster Generation zurückkehrt, bewähren sich seine älteren Brüder bei der HU – mit weitgehend guten Vitalfunktionen!
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Worauf Gebrauchtwagenkäufer beim Smart fortwo achten sollten: die wichtigsten Infos aus dem aktuellen TÜV-Report!
Smart fortwo (453)
- Bauzeit: 2014 bis 2024
- Motoren: 61 PS (1.0) bis 125 PS (Brabus)
- Gebrauchtpreis: ab 5700 Euro

Die dritte Smart-Generation ist etwas breiter und höher als der Vorgänger, das bringt bessere Platzverhältnisse und Fahreigenschaften.
Bild: Lena Willgalis
Das ist er: Ein Smart, wie er sein sollte. Wendig, praktisch, im gewohnten Kleinstformat, allerdings breiter (jetzt 1,66 m) und höher (1,55 m). Vorteil: bessere Fahreigenschaften und Platzverhältnisse. Ein Doppelkupplungsgetriebe sorgt endlich für nahtlose Gangwechsel. Standardmäßig ist ein manuelles Fünfganggetriebe an Bord. Nur die Brabus-Versionen nutzen serienmäßig die Doppelkupplung.
Die neuen Antriebe und das gut abgestimmte Fahrwerk verbessern den Fahrkomfort. ABS, ESP und fünf Airbags sind Serie. Die markante Kurzhaube des Typs 453 ist den verschärften Anforderungen des Fußgängerschutzes geschuldet.
Das kann er: Enge Kurven, schmale Straßen meistern und in Mini-Parklücken schlüpfen. Zum Start gab's zwei Dreizylinder-Benziner (1.0 mit 71 PS, 0.9 Turbo mit 90 PS). Anfang 2015 folgte ein 1,0-Liter mit 61 PS. Im Brabus Ultimate sind es 125 PS. Der Diesel entfiel, dafür gab es von 2017 bis Anfang 2024 wieder einen Elektro-Smart (mit 82 PS).
Das macht Ärger: Ruckelnde Motoren durch marode Lambdasonden und Magnetventile; Turboausfälle wegen defekter Wastegate-Steuerungen; defekte Pedalsensoren. Rückrufe betrafen unter anderem die Handbremse, Ausfall des Notbremsassistenten, das sich lösende Fahrzeugdach.
Smart fortwo (451)
- Bauzeit: 2007 bis 2014
- Motoren: 45 PS (cdi) bis 98 PS (Brabus)
- Gebrauchtpreis: ab 1500 Euro

Offen für zwei: Beim Typ 451 entschieden sich rund ein Viertel der Käufer für das Stoffdach-Cabrio.
Bild: Werk
Das ist er: Gewachsen um 20 Zentimeter und insgesamt erwachsener. Der Innenraum profitiert vom Wachstum, doch das mit dem Vorgänger etablierte Querparken wird schwieriger. Sicherheit geht vor: Generation zwei bringt ESP und Bremsassistent mit. Auch das Interieur ist etwas besser verarbeitet als beim Vorgänger. Auf Wunsch gibt es zudem ein Navi mit großem Display und Bluetooth-Funktion.
Das kann er: Weniger stark nicken beim Gangwechsel. Das automatisierte Schaltgetriebe wurde deutlich verbessert. Kräftigere Motoren erfreuen die Besitzer, beim Fahrkomfort besteht aber noch Luft nach oben. Seit 2012 fährt er auch elektrisch, seit 2009 leistet der Diesel 54 statt 45 PS und hat einen Partikelfilter serienmäßig.
Das macht Ärger: Der ADAC meldet viele Pannen unter anderem wegen Getriebe, Antriebsriemen und Kupplung; klappernde Lenkungen, pfeifende Gebläsemotoren nerven. Schwer aufspürbare Lecks der Klimaanlage machen häufiges Neubefüllen des Systems nötig; der Regensensor killt die Batterie. Mehrere Rückrufe, etwa weil sich Dach und Windschutzscheibe lösen konnten.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Bei den Achsaufhängungen der Fünf- bis Neunjährigen (Typ 453) ist überdurchschnittlich häufig die Lagerung an der Koppelstange ausgeschlagen. Federn/Dämpfer, Antriebswellen und Lenkung beider Generationen werden im Schnitt seltener moniert. Rost kommt selten vor.
Licht
Verstelltes Abblendlicht ist bei beiden ein Thema, das Rücklicht von Typ 453 und 451 schwächelt ab der dritten HU vermehrt. Verlässlicher schneidet die vordere Beleuchtung ab. In puncto Blinker haben die Prüfer im Schnitt mehr am Typ 453 zu kritisieren.
Bremsen
Die Fußbremse wird in fast allen Baujahren häufiger kritisiert. Die Feststellbremse sieht nur beim neunjährigen 453 rot. Der Vorgänger erntet reichlich Kritik an den Bremsleitungen, der Neue für verschlissene Scheiben. Unauffällig: die Schläuche.
Umwelt
Stark undichte Schalldämpfer der Abgasanlage sind bei den Fünf- bis Elfjährigen ein Kritikpunkt. Ölverlust macht besonders den Elfjährigen zu schaffen. Die AU wird ab der dritten HU zur Hürde.
Mängeleinteilung*
Alter | Ø Laufleistung in km | Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher |
|---|---|---|---|---|---|
2-3 Jahre | 19.000 (Ø 45.000) | 90,9 (Ø 89,4) | 3,9 (Ø 4,0) | 5,2 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre | 33.000 (Ø 65.000) | 85,8 (Ø 84,7) | 5,8 (Ø 5,3) | 8,4 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
6-7 Jahre | 49.000 (Ø 88.000) | 79,2 (Ø 78,8) | 7,1 (Ø 7,6) | 13,7 (Ø 13,6) | 0,0 (Ø 0,0) |
8-9 Jahre | 64.000 (Ø 112.000) | 71,2 (Ø 71,7) | 9,4 (Ø 10,0) | 19,4 (Ø 18,3) | 0,0 (Ø 0,0) |
10-11 Jahre | 78.000 (Ø 131.000) | 66,3 (Ø 64,7) | 13,5 (Ø 12,4) | 20,2 (Ø 22,9) | 0,0 (Ø 0,0) |
12-13 Jahre | 95.000 (Ø 150.000) | 61,6 (Ø 56,0) | 14,3 (Ø 15,5) | 24,0 (Ø 28,4) | 0,1 (Ø 0,1) |
Fazit
Der Smart ist und bleibt das perfekte City-Car. Das seltsame Verhalten des Großstädters zur Prüfungszeit zeigt sich in Mängeln an Achsaufhängungen und Abgasanlage. Mit Ausnahme des Ölverlusts schneidet der ältere 451 bei der HU sogar besser ab als der Nachfolger. Dennoch können sich Fans eines zuverlässigen Kumpels erfreuen, denn die Zahl mängelfreier fortwo toppt in fast allen Jahren den Schnitt.
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