Nachhaltige Energieversorgung von sonnen

So funktioniert smarte Stromversorgung

Smarte Energieversorgung von sonnen

Da geht die Sonne auf

Tankstelle am Haus mit Treibstoff vom eigenen Dach: So funktioniert saubere und smarte Stromversorgung.
Elektrische Energie zum Nulltarif – viele Eigenheimbesitzer kennen das seit Jahren. Eine Photovoltaikanlage (PV) auf ihrem Hausdach erzeugt Strom und versorgt damit die elektrischen Geräte in den eigenen vier Wänden. Trotzdem brauchen sie noch einen klassischen Stromversorger, weil die PV nur einen Teil des Energiebedarfs deckt.

Photovoltaikanlage und Elektroautos von sonnen 

Dies zu ändern, hat sich die Firma sonnen aus dem bayrischen Wildpoldsried vorgenommen. Mehr noch: Neben einer PV und einer Speicherbatterie bietet sonnen seinen Kunden auch Elektroautos an, um darin den selbst erzeugten Strom zu speichern. Momentan listet die Website vier Modelle: Seat Mii electric, Renault Zoe, Hyundai Kona Elektro und Tesla Model 3. Die Autos werden im Abo angeboten und kosten zwischen 294 und 1129 Euro im Monat.

Die Steuerung der intelligenten Wallbox ist per Smartphone-App möglich.

©Hersteller

Darin enthalten sind sämtliche Kosten, natürlich auch der selbst produzierte Strom. Kernstück der smarten Energieversorgung fürs Auto ist eine intelligente Wallbox. Sie pumpt immer dann Saft in die Akkus, wenn der gerade im Überschuss auf dem Dach hergestellt wird. Scheint tagsüber die Sonne, versorgt das System nicht nur das Haus mit autarker Elektrizität, sondern auch das vor der Tür geparkte Auto. Bleibt dann immer noch ein Stromüberschuss, wird mit diesem eine hauseigene Batterie gespeist. Der Stromvorrat wird dann in sonnenarmen Stunden oder nachts an die elektrischen Verbraucher und das Auto abgegeben.

sonnenCommunity – eine Gemeinschaft von Unabhängigen

Wenn die Sonne lacht, freut sich der Hausbesitzer. Der erzeugte Solarstrom wird ins E-Auto vor der Tür gespeist.

©Hersteller

Aber nicht nur das: sonnen vernetzt seine Kunden außerdem zu einer dezentralen Energiegemeinschaft, die sich den Strom teilt. Wird in einer Region mit viel Sonnenschein mehr Energie produziert, als die örtlichen Communitymitglieder nutzen können, während in anderen Gebieten starke Bewölkung vorherrscht, wird ihr Defizit mit dem Überschuss ausgeglichen. Weil die Gewinnmarge der Energiekonzerne entfällt, sind die Strompreise für Käufer günstiger. Verkäufer von überschüssigem Strom dagegen erhalten bessere Vergütungen, als wenn sie ihn an einen konventionellen Kraftwerkbetreiber verkaufen. Kein Wunder, dass die Firma sonnen die Unabhängigkeit von Stromkonzernen propagiert und diese am Ende ganz eliminieren möchte.

So funktioniert smarte Stromversorgung

Ein perfektes Szenario also?

Ja, fast zumindest. Bevor das im großen Stil klappt, steht die Investition in PV und Batterie der Eigenheimbesitzer. Die Erweiterung des sonnen-Angebotes um ein elektrisches Abo-Auto ist ein logischer Schritt. Bis 2030 könnten insgesamt eine Million Verträge für Auto-Abos in Deutschland abgeschlossen werden. So das Ergebnis einer Studie von Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer und der Fleetpool-Group aus Köln, die den Abo-Anbieter Like2Drive betreibt.

Stromtarife für E-Autos

Anzahl der verfügbaren Autostromtarife für einzelne Jahresfahrleistungen von E-Autos.

©EuPD

Lohnt sich ein eigener Stromtarif fürs E-Auto? Dieser Frage sind die Marktforscher von EuPD aus Bonn nachgegangen. Die Antwort: Bei der Wahl eines speziellen Tarifs für die Wallbox lassen sich mehr als 500 Euro pro Jahr im Vergleich zum durchschnittlichen Haushaltsstrompreis sparen. Momentan gibt es 140 Tarife von rund 100 Anbietern, so die Studie. Dabei wird zwischen reinen Autostrom- und Kombitarifen unterschieden. Erstere werden unabhängig vom Haushaltsstrom bezogen, Letztere werden gemeinsam mit dem normalen Tarif abgerechnet und eignen sich vor allem für Wenigfahrer. Von freier Auswahl kann leider keine Rede sein, da die Tarife oft an einen regionalen Versorger gekoppelt sind.


Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Strom selbst erzeugen und damit das E-Auto betanken ist wie Bier selber brauen und trinken. Oder ein Festmahl mit Gemüse aus dem eigenen Garten zu kochen. Es macht Spaß. Und spart Geld. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach hat also viele gute Gründe. Letztlich ist sie sogar von sozialem Nutzen, wenn sie in einer Strom-Community geteilt und genutzt wird. Ganz klar: Verkehrs- und Energiewende gehören zusammen. Dezentrale und intelligente Stromerzeugungs- und -verteilungssysteme sollten Hand in Hand gehen. Die Firma sonnen kann da nur ein Anfang sein. Dass auch ein Stromauto im Abo zum Leistungspaket gehört, verleiht dem Angebot eine emotionale Komponente. Gut so!

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