Mailand übertrifft Smog-Metropolen
Fahrverbote treffen Norditaliens Motor

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Mailand im Würgegriff des Smogs: Dieselverbot und strenge Maßnahmen treten sofort in Kraft!
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Mailand, das wirtschaftliche Herz Norditaliens, und die angrenzenden Provinzen der Lombardei werden derzeit von einer ernsten Luftverschmutzung heimgesucht. Die Behörden haben daraufhin für die Stadt und acht weitere Provinzen der Region restriktive Maßnahmen verhängt, um der hohen Feinstaubkonzentration entgegenzuwirken.
Die ergriffenen Maßnahmen schließen ein:
- Ein eingeschränktes Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge.
- Ein Verbot für das Entfachen offener Feuer in der Außenbereichen.
- Verwendungsbeschränkungen für bestimmte Arten von Holzöfen.
Die Feinstaubbelastung belastet die Region, welche eine der bevölkerungsreichsten Italiens ist, schon seit längerem. Besonders hervorzuheben ist der Umstand, dass die Luftqualität Mailands laut einer Erhebung von IQAir, einem privaten Schweizer Umweltunternehmen, am Sonntag zeitweilig als die drittschlechteste weltweit eingestuft wurde – nach Dhaka und Chengdu. Daten der Umweltbehörde ARPA bestätigen, dass am Wochenende die festgelegten Grenzwerte deutlich überschritten wurden.
Die Po-Ebene, in der Mailand liegt, leidet im Winter traditionell unter Smog, was auf die geringe Luftzirkulation zurückzuführen ist. Dies wird durch die geografische Beschaffenheit der Region – umgeben von hohen Gebirgszügen – sowie durch eine hohe Dichte an Verkehr und beheizten Wohngebäuden verstärkt. Die geringe Windaktivität und der Mangel an Niederschlag tragen weiterhin zu diesem Problem bei.
Von offizieller Seite wurde den Mailändern empfohlen, die Raumtemperatur auf 19 Grad Celsius zu begrenzen, um den Ausstoß von Emissionen zu verringern. Ebenso wird geraten, den Aufenthalt im Freien so weit wie möglich zu reduzieren.
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