Sonderrabatte für Maserati sorgen für jede Menge Ärger
Autobauer steht massiv in der Kritik

Bild: Mark Fagelson
Gut gedacht bedeutet oft nicht automatisch auch gut gemacht. Das musste jetzt auch der Autokonzern Stellantis erfahren. Denn eine Maserati-Aktion ist jetzt nach hinten losgegangen. Und das ordentlich.
Denn das Unternehmen wollte den eigenen Mitarbeitern vergünstigte Maseratis anbieten.
"Liebe Kollegin, lieber Kollege, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie ab September die Möglichkeit haben werden, einen neuen Maserati zu Konditionen zu erwerben, die Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden gewidmet sind. Unser außergewöhnliches Angebot wartet auf Sie", heißt es in der Mail.
Das Angebot bezieht sich auf den Grecale, den GranTurismo und den GranCabrio. Zwischen80.000 Euro und 180.000 Euro kosten die Modelle normalerweise.
Das kam bei der Belegschaft allerdings nicht gut an, vor allem nicht bei denjenigen, die sich in Kurzarbeit Null befinden. Sie fassten das Sonderangebot gar als Beleidigung auf. Während sich die italienische Autobranche in einer Krise befindet, ist so ein Luxus-Rabatt schlicht ein unglückliches Timing.
Stellantis wehrt sich
Stellantis wehrte sich gegen die teils harsche Kritik, die nicht nur von den Arbeitern, sondern auch aus der Politik kam. Stellantis beklagte eine "Instrumentalisierung seines Angebots und Feindseligkeit gegenüber dem Konzern". Diese schade in erster Linie den Arbeitern, die stolz darauf seien, Autos zu bauen, die als italienische Spitzenprodukte in der Welt bekannt sind, hieß es.
"Es waren die Maserati-Mitarbeiter selbst, die bei mehreren Gelegenheiten um Sonderrabatte für Freunde oder Verwandte gebeten haben, die sich wegen eines Autos an sie gewandt hatten", erklärte das Unternehmen.
Mitarbeiter haben bereits die Möglichkeit, die Fahrzeuge zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten zu nutzen. Der Konzern plane sogar, diese Möglichkeit auf andere Anlässe auszuweiten. "Die Verbreitung falscher und missbräuchlicher Informationen ist nicht hilfreich für das Unternehmen und noch weniger für seine Mitarbeiter", so Stellantis weiter.
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