Spofec – das klingt auf den ersten Ton nicht sonderlich entzückend oder gar nach Veredelung eines Rolls-Royce. Dabei stehen die sechs Buchstaben für Spirit of Ecstasy – die offizielle Bezeichnung der im Volksmund auch als "Emily" bekannten Kühlerfigur. Hinter Spofec steckt die Novitec Group, die bereits erfolgreich Ferrari, Maserati und Lamborghini veredelt. "Es erreichten uns zunehmend Tuning-Anfragen von Kunden, die einen Ghost in der Garage stehen haben", erklärt Chef Hagedorn.

Die Fahrleistungen liegen auf Sportwagen-Niveau

Spofec Rolls-Royce Ghost
Da geht mächtig die Post ab: Mit seinen 685 PS stürmt der Spofec-Ghost in 4,5 Sekunden auf 100 km/h.
So entstand das Programm, dem wir uns nun in Form von MN-RR 1 widmen. Die schwarze Festung erscheint zunächst nur aufgrund der goldfarbenen Räder etwas andersartig; diese messen statt serienmäßiger 19 nun opulente 22 Zoll. Um damit nicht wie ein aufgebockter Crossover zu wirken, gibt es für das Luftfahrwerk ein Tieferlegungsmodul (nur bis Tempo 140). Beim genaueren Hinsehen fallen dann die dezenten Spoiler an Front und Heck auf. Dass sich auch unter der noblen Haut etwas getan hat, merken wir spätestens, als wir auf die Autobahn auffahren. Machtvoll stürmt der 2,5-Tonner los, der Zuwachs um 115 auf 685 PS macht dem V12 Beine. Dazu schickt die Sportauspuffanlage nun deutlich kernigere Töne in den Salon. Wer dezentere Töne bevorzugt, kann den Sound via Fernbedienung abstellen. Tempo 200 ist in wenigen Sekunden erreicht; nur schade, dass aufgrund der Reifen bei 250 Sachen Schluss ist.Tuningpreise dürften für Ghost-Eigner nebensächlich sein, dennoch wirken Leistungssteigerung und Auspuff für rund 11.000 Euro im Vergleich zum Fahrzeugpreis wie ein Schnäppchen.

Fazit

Rolls-Royce und Tuning – passt das zusammen? Wenn man sich bei Spofec bedient, schon. Der Veredler verleiht der noblen Karosserie sportlichere Linien, den Radhäusern schickere Füllungen und dem V12- Triebwerk noch mehr Power. Die Mehrleistung ist trotz des Übergewichts deutlich spürbar, die Fahrleistungen sind durchaus als sportlich zu bezeichnen.