Sportwagen: Pro und Kontra
Wer träumt wirklich von Sportwagen?

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Porsche, Ferrari, Lamborghini, Maserati und Co: Alle echten Autofans träumen von Sportwagen. Solche Modelle sind unschlagbar sexy und bringen Gänsehaut auf Knopfdruck – oder etwa doch nicht?
"0,1 Sekunden schneller: Hat da einer den Schuss nicht gehört?",
fragt Sebastian Renz.
Es gibt eine Szene im Film "Quigley der Australier", da zwingt der Revolverheld Marston den Gewehrschützen Quigley zum Pistolenduell. Quigley meint, er könne mit Pistolen nichts anfangen. Doch dann mäht er den Bösewicht um, bevor der seinen Colt ziehen kann, latscht zu ihm rüber und behauptet: "Ich habe gesagt, dass ich mit Revolvern nichts anfangen kann. Nicht, dass ich damit nicht umgehen kann."
fragt Sebastian Renz.
Es gibt eine Szene im Film "Quigley der Australier", da zwingt der Revolverheld Marston den Gewehrschützen Quigley zum Pistolenduell. Quigley meint, er könne mit Pistolen nichts anfangen. Doch dann mäht er den Bösewicht um, bevor der seinen Colt ziehen kann, latscht zu ihm rüber und behauptet: "Ich habe gesagt, dass ich mit Revolvern nichts anfangen kann. Nicht, dass ich damit nicht umgehen kann."
Kein Grund zum Juchzen

Redakteur Sebastian Renz.

Redakteur Gerald Czajka.
Bild: Angelika Emmerling
sagt Gerald Czajka.
Ja, ich bekenne: Dass ich über gute Blondinenwitze lache, ab und zu bei McDonald's esse und Sportwagen liebe. Und das, obwohl ich weiß, dass es unkorrekt und unvernünftig ist. Genau wie mit Freunden Bier zu trinken, sich auf schmalen Sperrholzbrettern einen verschneiten Berg runterzustürzen oder sich auf den ersten Blick in einen noch weitgehend unbekannten Menschen zu verlieben. Selbstgerechte Spießer und Spaßphobiker werden den Kopf schütteln. Trotzdem möchte ich auf nichts von allem verzichten. Und das nur aus einem (guten!) Grund: Es macht mir Spaß. Sportwagen sind quasi die erogenen Zonen meines Autolebens. Die Form, das Fauchen, das Fahren – dieser Faszination kann sich keiner meiner Sinne widersetzen. Da kriegen Augen, Ohren und Nase plötzlich ihren eigenen g-Punkt.
Rock 'n' Roll und g-Kräfte
In der DDR gab es keine (oder kaum) Sportwagen. Weil der Staat angeblich besser wusste, was seine Bürger (nicht) brauchen. Ein Irrtum, wie wir heute wissen. Weil Honi & Co vergessen hatten, dass sie Menschen regieren. Menschen, die einfach auch mal die berühmte Sau rauslassen wollen. Tatsächlich sind Sportwagen Ausdruck von Lebensfreude. Von Leben an sich. Und das beinhaltet viel mehr, als Kombi oder Kastenwagen bieten können. Das ist Sex and Drugs (legal natürlich) and Rock 'n' Roll – und natürlich in einem Sportwagen die g-Kräfte herauszufordern. Denn im Kangoo fährt vielleicht das gute Gewissen mit, aber garantiert keine Gänsehaut.
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