(dpa) Die Benzinpreise in Deutschland verharren seit einem Monat auf Rekordniveau. Nach Angaben des ADAC vom 14. März 2012 stieg der durchschnittliche Preis für Superbenzin E10 im Vorwochenvergleich um 0,5 Cent auf 1,643 Euro. Der Preis für Diesel sank hingegen im Vergleich zur letzten Woche um 0,7 Cent. Ein Liter kostet aktuell 1,514 Euro. Damit stieg die Differenz zwischen Diesel und E10 auf rund 13 Cent an. Aus der Mineralölbranche wurde auf die hohen Preise in Rotterdam verwiesen, wo verarbeitete Mineralölprodukte gehandelt werden. Dort kostete eine Tonne Superbenzin aktuell 1137 US-Dollar, zu Jahresbeginn lag ihr Preis noch bei 921 US-Dollar. Der schwache Euro, der heute bei rund 1,30 US-Dollar lag, verteuert die Importe.
ADAC-Grafik zur Spritpreisentwicklung
Superbenzin E10 war in diese Woche teuer wie nie zuvor, Diesel gab etwas nach.
Auch der Diesel-Preis zog seit Jahresbeginn in Rotterdam von 942 Dollar je Tonne auf 1056 Dollar an. Jedoch lag der Preis an den Zapfsäulen für diese Mineralölsorte laut ADAC aktuell mit 1,51 Euro unter dem bisherigen Rekordwert von 1,54 Euro. Es gebe einen starken Kostendruck auf der Beschaffungsseite, hieß es aus der Mineralölbranche. Die hohen Rohölnotierungen werden unter anderem auf die instabile politische Lage in Syrien zurückgeführt. Auch der ADAC verwies auf die hohen Rohölpreise von mehr als 128 Dollar je Barrel der Sorte Brent.