Spyker kauft Saab
Saab wechselt den Besitzer

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Der Kaufvertrag zwischen GM und Spyker ist unterzeichnet. Saab wechselt den Besitzer. Jetzt soll die Produktion des 9-5 wieder anlaufen. Außerdem wollen die Niederländer einen Kleinwagen bauen.
(dpa/bp) Neuanfang für Saab: Der US-Konzern General Motors hat den schwedischen Autohersteller endgültig an den niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft. Nun soll die Produktion wieder anlaufen. Unter anderem wolle man im Jahresverlauf den neuen Saab 9-5 ausliefern, kündigte Konzernchef Jan-Åke Jonsson an. Spyker-Chef Victor Muller nannte als Ziel für die kommenden zwei bis drei Jahre den Verkauf von jährlich mindestens 100.000 Autos. Er bestätigte in Stockholm die Unterzeichnung des seit Wochen fertig ausgehandelten Kaufvertrages mit GM. "Jetzt konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, Saab wiederzubeleben und in ein vitales, gewinnbringendes Unternehmen zu verwandeln", sagte der in Schweden nicht unumstrittene Niederländer. Zum zukünftigen Erfolg soll unter anderem ein neuer Lifestyle-Mini mit dem Codename "92" beitragen. Das erklärte Muller gegenüber dem britischen Magazin "Autocar". Wann das Auto auf den Markt kommen wird, ist jedoch noch unklar.
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Bild: Werk
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Saab hatte im letzten Jahr nur noch knapp 40.000 Autos verkauft und als Tochter von GM seit 1990 fast ununterbrochen rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen beschäftigt 3500 Mitarbeiter. Spyker selbst stellt in den Niederlanden hochwertige Sportwagen in sehr kleiner Stückzahl her. Die neuen Besitzer wollen mit einer Jahresproduktion von 120.000 Autos die Gewinnzone erreichen. Muller bestätigte, dass der russische Spyker-Aufsichtsratschef Wladimir Antonow nach den Bestimmungen des Kaufvertrages mit GM sechs Jahre lang nicht an dem Geschäft mit Saab beteiligt werden darf. Gegen seine Mitwirkung hatte der US-Geheimdienst CIA bei GM interveniert, weil Antonow Verbindungen zu Mafiakreisen nachgesagt werden.
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